Vereinszeitung Februar 2001
Liebe Schachfreunde,
neben einigen Berichten finden Sie in dieser Zeitung auch viele Terminhinweise zu Aktivitäten unseres Vereins. Es wäre schön, wenn Sie Zeit und Lust hätten, sich hier zu engagieren. Außerdem - auf der letzten Seite - die Ausschreibung zur Brackweder Stadtmeisterschaft mit zwei Änderungen zu den Vorjahren: Zum einen wird dieses Jahr um Preisgelder gespielt (insg. 800 DM) zum anderen findet die Siegerehrung bereits vor den Sommerferien statt. Wir denken, so könnte das Turnier noch attraktiver werden..
Inhalt dieser Zeitung:
- Berichte von unseren Mannschaften,
- Berichte vom Jugendschach,
- Kurzmeldungen von Vorstand und Bezirk,
- Einen Schachcartoon,
- Die Einladung zur Brackweder Stadtmeisterschaft 2001.
Ihnen allen weiterhin viel Spaß und Erfolg beim Schach wünscht J.P.
Berichte von unseren Mannschaften
Brackwede II erneut siegreich
von Dirk HusemannIm Heimspiel gegen Heepen II konnte unsere zweite Mannschaft die blütenweiße Weste behalten und sich mit 6-2 durchsetzen. Nach den ersten beiden Stunden sah es allerdings überhaupt nicht nach einem Sieg aus, erst nach etwa vier Stunden zeichnete sich allmählich der Erfolg ab.
Im einzelnen gab es folgende Partieverläufe:
Brett 8: Stephan Peters hatte frühzeitig leichte positionelle Vorteile. Schließlich bekam er einen überzeugenden Königsangriff, gegen den sein Gegner machtlos war. Damit brachte uns Stephan in Führung.
Brett 3: Johannes Orth mußte früh improvisieren, aber das klappte gut. Sein Gegner fand nicht die beste Fortsetzung und büßte erst einen Bauern, aufgrund der Grundlinienschwäche auch noch die Dame und somit die Partie ein.
Brett 2: Detlev Kirwald kam bereits kurz nach der Eröffnung in Schwierigkeiten. Er opferte eine Qualität, doch der krankenden Königsstellung half das nicht. Schließlich gab Detlef auf.
Brett 4: Janko Winterling kam in einer Partie mit Rochaden auf entgegengesetzte Flügel mit seinem Königsangriff zuerst in die Pötte. Nach einem netten Springermanöver blieb dem Gegner nur die Aufgabe.
Brett 5: Franz Kirwald verlor nach wenigen Zügen bereits einen Bauern, doch dann kämpfte Franz, beflügelt von der ungenauen Spielweise des Gegners. Im Turmendspiel fehlte Franz zum Schluß dann ein Tempo zum Remis, nach seiner Aufgabe stand es 3-2 für uns.
Brett 1: Ralf-Günter Hoffmann rochierte auf den entgegengesetzten Flügel. Nach einigen Verwicklungen gewann er eine Qualität, die er wenige Züge später zurückgab, um in ein vorteilhaftes Turmendspiel zu gelangen, welches er schlußendlich gewann.
Brett 7: Ronald Becker kam nach leichten Startschwierigkeiten in der Eröffnung gut ins Spiel und stand schließlich glatt auf Gewinn, als er zwei Mehrbauern hatte. Doch dann streute er einen Fehler ein, der eine Figur kostete. Doch der Gegner zeigte sich nach fast fünfstündiger Spielzeit auch nicht mehr auf der Höhe und ließ Ronalds Freibauern gewähren, was schließlich eine Figur und die Partie kostete. Bei 5-2 war der Mannschaftskampf bereits entschieden.
Brett 6: ich stand nach der Eröffnung ausnahmsweise einmal ziemlich gut und gewann bald darauf einen Bauern. Dann verlor ich jedoch etwas den Faden, ließ eine konsequentere Fortsetzung aus und räumte meinem Gegner unnötigerweise Chancen ein. Mit etwas Glück landete ich schließlich in einem Springerendspiel, welches nach einer Gesamtspielzeit von etwa 5,5 Stunden gewonnen war.
Insgesamt hatten wir diesmal sicherlich eine gehörige Portion Glück, da doch einige Partien zu unseren Gunsten kippten. Bei jetzt 10-0 Punkten sind wir weiterhin unangefochten Tabellenführer und können locker die nächsten Spiele auf uns zukommen lassen.
Brackwede II gibt ersten Punkt ab
von Dirk HusemannIm Auswärtsspiel bei Enger/Spenge II kam unsere zweite Mannschaft nicht über ein 4-4 hinaus. Dabei wiederholte sich die Geschichte aus der letzten Saison: Wie auch damals führten wir schnell 2-0, es sah eigentlich alles recht ordentlich aus, aber zum Schluß mußten wir mit dem 4-4 noch zufrieden sein. Doch im Vergleich zur vergangenen Saison wird uns diesmal das Unentschieden nicht den Klassenerhalt gekostet haben.
Brett 8: Bernd Fischer sprang sehr kurzfristig für den erkrankten Johannes Orth ein. Bernd konnte in der Eröffnung durch einen Zwischenzug eine Figur und kurz danach auch die Partie gewinnen.
Brett 7: Stephan Peters nahm seinen Gegner bereits im frühen Mittelspiel komplett auseinander. Stephan gewann einen Turm und eine Qualität, so daß der Gegner nach dem Damentausch aufgab.
Brett 5: ich selbst stand nach wenigen Zügen bereits leicht schlechter. Mein Gegner ließ eine gewinnträchtige Fortsetzung aus und bot remis an, welches ich ausließ.
Brett 1: Ralf-Günter Hoffmann übersah in der Eröffnung einen Gegenschlag seines Gegners. Ab da stand er schlechter und erholte sich nicht mehr. Schließlich gab er auf.
Brett 3: Janko Winterling spielte anfänglich sehr ordentlich und hatte eine klar bessere Stellung. Doch bei knapper werdender Zeit verlor er den Faden und mußte schließlich aufgeben.
Brett 2: Detlef Kirwald widerlegte ein frühes Opfer seines Gegners durch konsequentes und schönes Spiel. Zum Schluß verwirklichte er eine sechszügige Mattkombination. Damit führten wir wieder mit 3,5-2,5.
Brett 4: Franz Kirwald kam recht gut aus der Eröffnung. Sein Gegner opferte zunächst eine Qualität, dann noch einen Springer für Angriff. Franz gab den Turm kurz darauf zurück. Das nun entstandene Damenendspiel wäre bei korrektem Spiel wohl Remis geworden, doch Franz riskierte zuviel und verlor schließlich.
Brett 6: Ronald Becker stand bereits nach der Eröffnung klar schlechter. Sein Gegner ließ mehrere sehr gewinnträchtige Fortsetzungen aus. In der Zeitnot konnte Ronald durch gegnerische Fehler die Stellung ausgleichen, so daß nach der Zeitnotphase ein Remis vereinbart wurde, welches auch das Mannschaftsremis manifestierte.
Fazit: Ein absolut unnötiger Punktverlust. Dennoch konnte die Tabellenführung verteidigt werden. Aufgrund des relativ leichten Restprogramms sollte der Aufstieg machbar sein.
Brackwede III gewinnt zweimal in Folge
von Jens PlackeUnsere dritte Mannschaft konnte sowohl ihr erstes Heimspiel im neuen Spiellokal gegen die Schachfreunde aus Verl, wie auch die Auswärtspartie gegen die SG Friedrichsdorf-Senne jeweils mit 5-3 gewinnen.
Gegen Verl konnte mit "den ersten Acht" angetreten werden, gegen Friedrichsdorf Senne spielten Ulric Thiede und Hartmuth Schüttfort als Ersatzspieler.
In der Tabelle haben wir uns mit 7-5 Punkten jetzt einen sicheren Mittelfeldplatz "erspielt", es besteht also keine Gefahr, weder für einen Auf-, noch einen Abstieg. So können wir relativ locker in die verbleibenden Kämpfe (u.a. gegen Tabellenführer Beckum) gehen und einfach mal schauen, was noch so drin ist.
von Dirk Husemann
Unnötige Niederlage für U20
Im Heimspiel gegen Enger/Spenge II in der U20 Verbandsklasse Nord kassierte unsere Mannschaft eine unnötige Niederlage. Ohnehin nur zu siebt, fiel darüber hinaus kurzfristig unser Mädchen aus, so daß wir mit einem 0-2 Rückstand starten mußten.
Brett 6: Julian Möller ließ sich zunächst von seinem Gegner über das Ohr hauen und verlor zwei Bauern, gewann aber bald darauf eine Figur. Nach einem Qualitätsgewinn war er mit einem Turm im Vorteil und startete einen Mattangriff, als wieder einmal eine Kuriosität passierte. Julian setzte mit dem Zug Bauer h3-h5 Matt. Der Gegner befand sich zum Zeitpunkt der Ausführung des Zuges auf Toilette, kam wieder und akzeptierte das Matt. Erst beim Nachspielen stellte sich der unmögliche Zug heraus, aber da war es zu spät!
Brett 7: Tim Kamphausen spielte zu schnell und unkonzentriert. Er verlor deswegen rasch zwei Bauern, als er auch noch seine Dame ungeschützt ließ, war die Partie verloren.
Brett 5: Matthias Stephan gewann im Mittelspiel eine Figur, gab diese dann im Endspiel zurück, wodurch er in ein gewonnenes Bauernendspiel kam, welches er souverän zum Sieg verwertete, wodurch es 2-3 aus unserer Sicht stand.
Brett 2: Max Willenberg erspielte sich aus der Eröffnung keine Vorteile. Im Mittelspiel stand er leicht schlechter, bot Remis an, welches angenommen wurde.
Brett 3: Sebastian Tacke gewann auf sehenswerte Art und Weise einen Bauern, welchen er bis ins Endspiel behielt. Leider wickelte er in ein Endspiel mit schlechtem Läufer gegen Springer ab, welches bei der vorliegenden Blockadestellung eigentlich Remis gewesen wäre. Doch die Gegnerin öffnete ohne Grund die Stellung, wodurch der Mehrbauer voll zum Tragen kam und Sebastian den Sieg bescherte und uns den 3,5-3,5 Ausgleich brachte.
Brett 1: Janko Winterling gewann dank der Mithilfe des Gegners eine Qualität. Er hatte eine Druckstellung auf dem Brett, opferte unnötigerweise 2 Bauern, anstatt dem eigenen König ein Luftloch zu verschaffen und übersah am Ende einer Abwicklung die eklatante Grundreihenschwäche, die den sofortigen Partieverlust bedeutete.
Fazit: Nach einer tollen Aufholjagd fehlte am Ende wieder einmal die nötige Konzentration, um den Kampf zu gewinnen.
Max Willenberg erreicht 4. Platz bei Verbandsmeisterschaften
Bei den traditionell am Anfang des Jahres ausgerichteten Verbandsmeisterschaften der Jugendlichen erreichte der einzige Vertreter unseres Vereins, Max Willenberg, in seiner Altersklasse U18 den 4. Platz.
In der ersten Runde gab es gegen den späteren Zweitplatzierten eine deutliche Niederlage. Darauf folgten zwei zäh erkämpfte Siege gegen schwächer eingestufte Gegner. Beide Male hatte Max Glück im Endspiel. In der 4. Runde erspielte sich Max ein farbloses Remis, dann folgte eine klare Niederlage gegen den späteren Sieger. Nach einem weiteren Remis, erneut gegen einen etwas schwächeren Gegner hatte Max in der letzten Runde dann komplett auf seiner Seite. Sein Gegner, stärker eingeschätzt, mußte gewinnen, wenn er auf den 2. Platz kommen wollte. Max hielt die Partie zunächst sehr ausgeglichen, nach einigen Ungenauigkeiten im Doppelturmendspiel verlor er jedoch einen Bauern und stand klar schlechter, insbesondere, nachdem er ein Turmpaar tauschen mußte. Doch dann ließ sein Gegner mehrere einfache Gewinnwege aus und brachte Max wieder ins Spiel, der sich nicht zweimal bitten ließ und die Partie sogar noch gewann!
Insgesamt entsprechen die 4 Punkte und der 4. Platz sicherlich den Erwartungen, doch vom Spielerischen hatte ich auf mehr gehofft.
U12 wird immer besser
In den ersten beiden Spielen der Finalrunde wußte unsere U12-Mannschaft zu überzeugen. Obwohl kurzfristig ein Spieler ausfiel und wir somit mit 0-1 zurücklagen, kämpften die übrigen drei bis zum Umfallen und konnten ein Spiel gewinnen und das zweite Unentschieden gestalten.
Im ersten Spiel ging es gegen Lippstadt.
Brett 1: Niklas Zegula hatte frühzeitig einen Bauern verloren, konnte jedoch durch eine Mattdrohung eine Qualität gewinnen, die er bald zurückopferte. Nach Fehlern auf beiden Seiten hatte Niklas den gegnerischen König in die Mitte gezerrt und bedrohte ihn, wobei sein eigener König allerdings auch in einem Mattnetz steckte. Niklas hätte mit einem Schach mit Abzugsangriff die gegnerische Dame gewinnen und die Mattdrohung abwenden können, doch er gab das falsche Schach, womit er gleichzeitig remis anbot, was der Gegner akzeptierte.
Brett 4: Christian Meier nutzte einen Fehler seiner Gegnerin aus und hatte fortan einen Turm mehr. Christian spielte sehr souverän, ließ seine Gegnerin nicht zur Rochade kommen, gewann durch eine Fesselung auf der Grundreihe die gegnerische Dame und konnte nach weiteren Zügen Matt setzen.
Brett 3: Arthur Hellert war zu Beginn der Partie völlig von der Rolle: Erst stellte er eine Qualität sowie eine Figur, dann noch seine Dame ein. Er stand bald kurz vor dem Matt, doch der Gegner übersah mehrfach ein einzügiges Matt. Arthur setzte seine Freibauern in Bewegung und konnte somit die Dame zurückgewinnen. Im Turmendspiel hatte er dann leichte Vorteile, als der Gegner erneut patzte und schließlich seinen Turm für Arthurs nächsten Freibauern geben mußte. Das Mattsetzen mit dem Turm bekam Arthur dann schlußendlich hin, wenn auch mit etwas Mühe.
Damit war der 2,5-1,5 Erfolg gesichert.
Die 2. Partie wurde gegen Möhnesee II gespielt. Bei Möhnesee fehlte auch ein Spieler, so daß beim Stand von 1-1 nur zwei Partien zustande kamen.
Brett 1: Niklas Zegula war diesmal vom ersten Zug an voll auf der Höhe. In der ihm nicht bekannten Skandinavischen Eröffnung nutzte er einen Fehler des Gegners aus und gewann durch ein Schach mit einem Abzugsangriff nach wenigen Zügen die Dame. Diesen Vorteil ließ sich Niklas nicht mehr abnehmen. Er spielte souverän auf und brachte die Partie sehr sicher nach Hause.
Brett 4: Christian Meier stellte eine Qualität ein, was aber noch nicht so schlimm war. Erst als er kurz darauf auch noch mit einer Figur einen gedeckten b-Bauern schlug und er damit einen Turm weniger hatte, geriet er auf die Verliererseite. Trotz großen Kampfes ließ sich dieser Nachteil nicht mehr aufholen und Christian mußte schließlich aufgeben, womit das 2-2 perfekt war.
Insgesamt eine tolle Leistung, es darf nicht vergessen werden, daß wir nur zu dritt angetreten waren!
Nur 4 Partien an 8 Brettern
Ein Kuriosum gab es beim letzten U20 Spiel der Saison. Obwohl unsere eigene Mannschaft auch nur mit sechs Spielern antrat, führten wir trotzdem bei Spielbeginn mit 2-1, da die Gegner aus Halle nur zu fünft erschienen waren. An Brett 8 konnte von beiden Mannschaften kein Spieler aufgeboten werden, so daß die Partie hier 0-0 ausging. Insgesamt war der Kampf nicht sonderlich spannend und wir kamen in einer Saison der Pleiten, Pech und Pannen zum ersten Sieg, der mit 5-2 vollauf in Ordnung ging.
Die Partieverläufe im Einzelnen:
Brett 5: Eine kampflose Niederlage für uns.
Brett 6: Niklas Zegula gewann kampflos.
Brett 7: Auch Florian Pfeiffer hatte keinen Gegner und konnte einen kampflosen Punkt verbuchen.
Brett 2: Max Willenberg schlug frühzeitig die Materialvariante ein und knöpfte seinem Gegner nach und nach alle Figuren ab. Da ließ auch das Matt und unsere 3-1 Führung nicht lange auf sich warten.
Brett 1: Janko Winterling hatte eine passive, aber recht solide Stellung. Das planlose Spiel des Gegners konnte er durch einen Angriff auf den König widerlegen, der die Entscheidung brachte. Dadurch war auch der Mannschaftskampf beim Stand von 4-1 bereits gewonnen, da nur noch zwei Partien liefen.
Brett 4: Matthias Stephan hatte nach der Eröffnung leichte Vorteile, die mit zunehmender Spieldauer verflüchtigten. In ausgeglichener Stellung wurde ein Remis vereinbart.
Brett 3: Sebastian Tacke hatte schnell eine ziemlich ausgeglichene Stellung, die in ein ausgeglichenes Turmendspiel mündete. Als der Gegner versuchte, zu gewinnen, überzog er die Stellung, doch Sebastian fehlte die Kaltblütigkeit, um den Punkt einzufahren, insofern wurde auch diese Partie remis.
Fazit: Ein versöhnlicher Abschluß einer mißratenen Saison.
U 16 mit deutlicher Niederlage
von Stephan PetersBeim Mannschaftskampf der U16 in Gütersloh war unsere Nachwuchstruppe gegen einen übermächtigen Gegner glücklos.
Unser erstes Brett mußten wir freilassen, da leider nur 3 Spieler zum vereinbarten Treffpunkt erschienen und auf die Schnelle kein Ersatz zu bekommen war. Marc Sangel an Brett 2 übersah ein Läuferopfer auf f7, was einen Bauern und die Königsstellung kostete. Somit war dem Gegner für seinen Königsangriff Tür und Tor geöffnet, was dieser gekonnt ausnutzte. Florian Pfeiffer an Brett 3 lief in eine Bauerngabel. Sein Gegner hatte keine Mühe, seine Mehrfigur in einen Sieg umzumünzen.
An Brett 4 veropferte sich Tim Kamphausen. Sein Springeropfer auf e6 schlug leider nicht durch und er verlor ebenfalls.
Kurzmeldungen des Vorstandes und aus dem Bezirk
- Sylvester-Scherzblitz-Champion wurde Max Willenberg! Die Spielregeln des Vorjahres wurden wieder angewandt, der jeweils am Schlechtesten stehende zog mit sicherer Hand ein für die meisten unmögliches Handicap und das Ergebnis der ein oder anderen Partie kippte dabei nicht schlecht. Auch das vom Vorjahressieger Gunther Stephan besorgte Geschenk sorgte für Heiterkeit.
- Am 01.03. wird die jährliche Inventur unseres Materials in der Kimbernstraße durchgeführt. Es wäre schön, wenn wir einige helfende Hände beim Figurensortieren begrüßen könnten! Zum anderen an dieser Stelle der Hinweis, daß sich der Beginn des Spielabends evtl. etwas verzögern könnte...
- Jugendturniere unseres Vereins: Am 10. März 2001 findet der Brackweder Schulschachcup statt, ein Turnier für alle Schülerinnen und Schüler an Brackweder Schulen. Und am 9. Juni 2001 werden wir erstmals den Teuto-Cup austragen, der als Schnellschachturnier der Grand-Prix-Serie des Schachbezirks Bielefeld ausgerichtet wird. Zu beiden Turnieren werden sicherlich einige Helfer benötigt, Interessenten melden sich bitte beim Vorstand.
- Alte Schlüssel vorhanden?! Mitglieder, die noch Schlüssel zu Räumen oder den Materialschränken haben, und diese nicht mehr brauchen, werde gebeten, diese bitte beim Vorstand abzugeben.
- Bei Interesse kann wieder eine Trainingsreihe für interessante Mannschaftsspieler des Vereins gestartet werden (6-8 Termine). Unser Mitglied Grisha Bluhm würde das Training durchführen. Interessierte wenden sich bitte an den Gerd Hochmann oder Ulric Thiede.
- Dirk Husemann ist ab 1.1.2001 zum Talentprojektleiter OWL des Jugendschachverbandes ernannt worden.
- Nochmaliger Hinweis: die Schachjugend des Schachbezirks Bielefeld veranstaltet am 24. März 2001 in Gütersloh einen Schach-Erlebnistag. Dies soll eine große Werbeveranstaltung sein, bei der möglichst auch einige Mitglieder aus unserem Verein mithelfen sollten. Interessenten wenden sich bitte an Dirk Husemann!
- In Werther wird vom 06.-08.04.2001 das 7. Schloß-Open ausgetragen. 5 Runden CH-System, A,B,C-Klasse, 6000 DM Preisfond, Kontakt: Claus Meyer, Bautzener Straße 5, 33619 Bielefeld 0521/911 62 96 (www.schloss-open.skwerther.de).
Infos zu geplanten Jugendturnieren 2001
Liebe Schachfreunde,
der Vorstand hat beschlossen, im nächsten Jahr zwei Turniere für Jugendliche auszutragen:
Am 10. März 2001 findet der Brackweder Schulschachcup statt, ein Turnier für alle Schülerinnen und Schüler an Brackweder Schulen.
Am 9. Juni 2001 werden wir erstmals den Teuto-Cup austragen, der als Schnellschachturnier der Grand-Prix-Serie des Schachbezirks Bielefeld ausgerichtet wird.
Zu beiden Turnieren werden sicherlich einige Helfer benötigt, Interessenten melden sich bitte beim Vorstand.
Außerdem wird die Schachjugend des Schachbezirks Bielefeld am 24. März 2001 in Gütersloh einen Schach-Erlebnistag organisieren. Dies soll eine große Werbeveranstaltung sein, zu der möglichst auch einige Leute aus unserem Verein mithelfen sollten. Interessenten bitte mit mir Kontakt aufnehmen!
Dirk Husemann
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Einladung zur Brackweder Stadtmeisterschaft 2001
Die Einladung ist leider nicht mehr auf unserer Homepage vorhanden!
Vereinszeitung April 2001
Liebe Schachfreunde,
heute möchte ich um besondere Beachtung der Anträge auf Satzungsänderungen und die Einladung zur JHV bitten. Bitte machen Sie diese Veranstaltung durch Ihr Erscheinen zu dem wichtigen Ereignis im Vereinsjahr, welches es ja lt. Satzung auch ist. Die Anträge enthalten keine gravierenden Änderungen, sondern sollen die Satzung behutsam modernisieren und "zeitgemäß" erscheinen lassen. (Hinweis: Änderungsanträge und Einladung zur JHV werden nicht auf der Homepage veröffentlicht.)
Inhalt dieser Zeitung:
- Berichte von unseren Mannschaften,
- Berichte vom Jugendschach,
- Kurzmeldungen von Vorstand und Bezirk,
Ich wünsche allen eine gute Zeit und den Mannschaftsspielern noch viel Erfolg für die letzten Runden!J.P.
Berichte von unseren Mannschaften
Brackwede II verteidigt Tabellenführung
von Dirk HusemannIm drittletzten Saisonspiel bekamen wir es mit Zugzwang Minden II, dem Tabellenletzten zu tun. Trotz der relativ großen Spielstärkeunterschiede (zumindest auf dem Papier) entwickelte sich ein ziemlich ausgeglichener Kampf, der erst spät entschieden wurde.
Brett 6: Ronald Becker patzte in der Eröffnung einen Bauern ein. Daraufhin bot er "auf Verdacht" Remis an, welches der Gegner annahm.
Brett 3: Janko Winterling hatte ein ausgeglichene Stellung mit wenig Chancen für beide Seiten auf dem Brett. Auch hier wurde relativ früh ein Remis vereinbart.
Brett 5: ich kam ausnahmsweise einmal blendend, nämlich mit einem Mehrbauern aus der Eröffnung. Doch dann ließ ich mehrere gute Chancen aus, so dass ich schließlich auch nicht mehr als Remis hatte.
Brett 8: Bernd Fischer stand nach der Eröffnung ziemlich gut. Als der Gegner dann eine Qualität einstellte, war die Partie entschieden.
Brett 7: Stephan Peters hatte die Initiative an sich gerissen und ein Druckspiel aufgezogen, als der Gegner einfach eine Figur stehen ließ. Stephan ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und gewann souverän.
Brett 4: Franz Kirwald opferte im Mittelspiel einen Bauern, den er durch eine Fesselung in beiderseitiger Zeitnot zurückbekam. Nachdem der Gegner eine bessere Möglichkeit nicht nutzte, wurde auch hier ein Remis vereinbart.
Brett 1: Ralf-Günter Hoffmann hatte gleich aus der Eröffnung heraus eine ziemlich schwierige Stellung. Er verlor im Mittelspiel zwei Bauern, doch seine Gegnerin verlor im Endspiel den Faden und vergab den Gewinn, so dass es auch an diesem Brett zu einer Punkteteilung kam.
Brett 2: Johannes Orth gewann in beiderseitiger Zeitnot nach einer Serie forcierter Züge einen Bauern. Johannes versuchte, auf verschiedene Weise diesen Vorteil auszunutzen, was aber leider nicht klappte. Ergebnis: Noch ein Remis.
Insgesamt war das Ergebnis eher enttäuschend. Immerhin konnten wir unsere Tabellenführung verteidigen. Zwei Runden vor Schluss haben wir 3 Punkte Vorsprung vor zwei punktgleichen Verfolgern, so dass wir für den Aufstieg noch einen Sieg benötigen, der zu schaffen sein sollte.
Zweite Mannschaft mit ersten Saisonniederlage
Im vorletzten Saisonspiel erwischte es unsere 2. Mannschaft doch noch: In Künsebeck gab es eine verdiente, aber unnötige 3,5-4,5 Niederlage. Dennoch sind die Aufstiegschancen weiterhin gut, beim Saisonfinale muss nun der Tabellenletzte Detmold III geschlagen werden, um den Aufstieg zu besiegeln.
Brett 5: Franz Kirwald legte los wie die Feuerwehr und überrollte seinen Gegner förmlich. Nach nur 18. Zügen hatte Franz die Partie gewonnen und wir führten mit 1-0.
Brett 4: Janko Winterling kam etwas merkwürdig aus der Eröffnung, doch gerade, als er sich erholt zu haben schien, stellte er eine Qualität ein, die den Partieverlust nach sich zog.
Brett 3: Johannes Orth hatte in der Eröffnung leichte positionelle Vorteile, doch leider verflachte das Spiel und endete schließlich remis.
Brett 2: Detlef Kirwald übernahm im frühen Mittelspiel die Initiative. Dabei erbeutete er einen Bauern, den er kurz darauf für das entscheidende Vorrücken des eigenen Freibauern zurückgab. Dem Gegner blieb nur die Aufgabe.
Brett 7: Ronald Becker stand nach der Eröffnung etwas zu passiv, was der Gegner mit einem Figurenopfer beweisen wollte. Einen Moment schien es, als sei Ronald aus dem Gröbsten heraus, doch dann war es vorbei, sein König hatte nicht genug Luft.
Brett 6: Ich selbst verschlief in der Eröffnung eine wichtige Vereinfachung. Danach stand ich klar schlechter und verlor bald einen Bauern. Durch eine unnötige Ungenauigkeit war bald darauf ein weiterer Bauer abhanden gekommen. Doch mein Gegner schlief im Endspiel, gab mir einen Bauern zurück und ließ mich in ein Endspiel mit verschiedenfarbigen Läufern entkommen, welches remis war.
Brett 8: Stephan Peters gewann beim Übergang ins Endspiel einen Bauern, doch im Endspiel selbst spielte Stephan eine Winzigkeit ungenau. Danach war leider nicht mehr als remis drin.
Brett 1: Ralf-Günter Hoffmann kam ziemlich übel aus der Eröffnung. Das Endspiel mit einem Minusbauern war zunächst klar schlechter, doch nach gegnerischen Fehlern hatte Ralf-Günter Remischancen, die er leider nicht verwerten konnte.
Fazit: Eine dumme und unnötige Niederlage, doch mit einem Sieg im letzten Spiel können wir den Aufstieg noch aus eigener Kraft schaffen.
Brackwede IV holt 4 Punkte aus den letzten beiden Runden
von Heinz LorenzmeierGegen Ubbedissen II gelang uns der erste Sieg und zwar mit 6 ½ - 1 ½.:
Lars Oestereich und Ulric Thiede kamen schnell kampflos zu ihren Punkten. An den Brettern 3-5 neutralisierten Heinz Lorenzmeier, Michael Böhling und Sebastian Tacke die DWZ-stärksten Ubedisser jeweils durch remis.
Dr. Wolfgang Jung, Helmut Huber und Bernward Deneke (Brett 6-8) nahmen ihren Gegnern jeweils eine ganze Figur ab und gewannen souverän.
Den 2. Sieg der Saison erreichten wir gegen Wadersloh-Diestedde mit 4 ½ - 3 ½.
Brett 4 & 6 Michael Böhling und Dr. Wolfgang Jung sahen in ihren Stellungen kein rechtes Weiterkommen und nahmen das Remis-Angebot ihrer Gegner an. Als nächstes mussten Lars Oesterreich und Sebastian Tacke (Brett 1 und 5) die Segel streichen.
Aber dann ging's los! Ulric Thiede (Brett 2) gelang ein grandioser Sieg gegen DWZ 1900. Helmut Huber und Bernward Deneke überspielten ihre Gegner total und zwangen sie zur Aufgabe. Nun stand es 4-3 für uns und es lag an mir. Da ich unbedingt gewinnen wollte, bemühte ich mich bis 15:00 Uhr. Aber es reichte nur zum Remis, das jedoch den Mannschaftssieg sicherte.
Mit 6-4 Mannschaftspunkten sind unsere Abstiegssorgen derzeit sehr gering.
von Dirk Husemann
Wenig Teilnehmer aber viel Spaß
Bei der Premiere des Brackweder Schulschachcups am 10.03. in der Gesamtschule in Quelle kamen allzu viele der 35 Voranmeldungen nicht. Insgesamt hatten wir nur ein relativ mageres Teilnehmerfeld von 23 TeilnehmerInnen.
Das Turnier, an dem alle SchülerInnen aus Brackweder Schulen teilnehmen konnten, sollte einen Werbeeffekt für unseren Verein bringen.
Immerhin war die Stimmung außerordentlich gut und es bleibt zu hoffen, dass einige der begeisterten Jugendlichen sich unserem Verein anschließen. Diejenigen, die bereits Vereinsmitglieder sind, konnten durch die Bank zeigen, daß das Training in den letzten Jahren etwas genützt hatte.
Am einfachsten hatte es Max Willenberg in der U18. Als einziger Teilnehmer gewann er den Pokal einfach so.
Die U16 wurde mangels Masse gar nicht erst ausgetragen.
Die U14 war mit nur 4 Teilnehmern besetzt. Hier konnte sich unser Mitglied Tim Kamphausen mit 5,5 Punkten aus 6 Partien durchsetzen.
In der U10 gingen 7 TeilnehmerInnen an den Start, von denen (noch) keine(r) unserem Verein angehört. In einem spannenden Turnier setzte sich nach Stechen Philipp Rodeheger vor Valentin Lennartz durch. Platz drei belegte Max Rodeheger vor Manuel Mortos.
Die U12 war mit 11 TeilnehmerInnen die zahlenmäßig stärkste Gruppe. Unser jüngstes Vereinsmitglied Niklas Zegula spielte die meisten Partien souverän und hatte in den anderen das erforderliche Glück. Schließlich gewann er mit 6,5 Punkten aus 7 Partien das Turnier. Es folgte Jascha Berens mit 6 Punkten vor unseren Mitgliedern Derk Kamphausen (5) und Arthur Hellert (4,5).
Für den völlig reibungslosen Turnierablauf sorgten Johannes Orth und Gerhard Hochmann an den Computern; als Helfer im Turniersaal waren Gunther Stephan, Karsten Schimmer, Max Willenberg, Janko Winterling und Florian Pfeiffer mit von der Partie. Ulric Thiede eröffnete das Turnier.
Die tolle Verpflegung besorgten und betreuten Sabine Hoffmann, Thomas und Beate Kamphausen und Frauke Moritz, neben diesen wurden weitere Kuchen von Familie Pfeiffer, Familie Willenberg ,Brigitte Winterling und Karsten Schimmer gespendet.
Allen HelferInnen ein herzliches Dankeschön, denn sonst wäre das Turnier nicht durchführbar gewesen!
Trotz der geringen Teilnehmerzahl möchte ich ein durchaus positives Fazit ziehen und ich werde mich dafür einsetzen, dieses Turnier im nächsten Jahr erneut durchzuführen.
Was haben ein Jugendwart und ein Formel 1 Fahrer gemein? -
Oder: Gute Brackweder Leistungen beim Überraschungseier-Turnier in Friedrichsdorf
Um gleich zum ersten Teil der Überschrift zu kommen: Drei unserer Spieler wollten unbedingt an dem beliebten Überraschungseier-Turnier in Friedrichsdorf teilnehmen. Das heißt so, weil alle Spieler für jeden Brettpunkt ein Überraschungs-ei bekommen. Insbesondere Arthur Hellert hatte sehnsüchtig ein Jahr auf dieses Turnier gewartet, insofern war er pünktlich um 9.15 am verabredeten Treffpunkt in der Kimbernstraße. Daß Niklas Zegula nicht da war, war geplant (er wohnt auf dem Weg nach Friedrichsdorf, also sollte er abgeholt werden). Stutzig machte mich nur, daß der zuverlässige Christian Meier nicht auftauchte, also marschierte ich zur ersten Telefonzelle. Beide meiner Telefonkarten wollte das Kartentelefon nicht akzeptieren, das benachbarte Münztelefon war - natürlich - defekt. Ich tapperte also wieder zurück zur Kimbernstraße - Christian war immer noch nicht da. Dann ging ich schon einen Gang schneller zur nächsten Telefonzelle - diese funktioniert und ich finde heraus, daß Christian gerade beim Frühstück ist und das Turnier völlig vergessen hat. Ich verspreche, ihn abzuholen und rufe noch kurz Niklas an, damit er weiß, daß ich (etwas) später komme und dann geht es auch schon los (mittlerweile war es 9.30): Aus der Kimbernstraße geschwind zur Sparrenburg, Christian abgeholt und dann nach Ummeln, Niklas einladen, von dort aus nach Friedrichsdorf. Immerhin kamen wir so gerade noch pünktlich, um genau 10.00 betraten die Brackweder als letzte Fraktion den Turniersaal. Immerhin waren auch die gastgebenden Friedrichsdorfer etwas neben der Spur: Eine Quittung für die Startgelder gab es erst im dritten Anlauf, und auch da werde ich noch diskutieren dürfen, daß sie von unserem Kassierer Gerd Hochmann anerkannt wird...
Damit komme ich dann endlich zum schachlichen Teil dieses Sonntags: Insgesamt hatten sich 41 Jugendliche der Klassen U14 und darunter eingefunden, um an dem beliebten Turnier teilzunehmen und möglichst viele Ü-Eier abzukassieren.
Arthur Hellert spielte meistens zu schnell und machte schon in der Eröffnung Fehler, die er eigentlich nicht nötig hatte. So wurde die Dame zweimal zu früh ins Geschehen geworfen und prompt war sie auch schon ganz aus dem Geschehen verschwunden. Zwei weitere Male wurde Arthur eine der äußerst ärgerlichen Springergabeln zum Verhängnis. Die restlichen 3 Partien (in den Runden 2, 4 und 6) konnte Arthur, wenn auch teilweise glücklich, gewinnen. Mit drei Punkten belegte er den 29. Platz, hier war sicherlich mehr drin.
Christian Meier teilte sich seine Bedenkzeit (15 Minuten pro Spieler und Partie) ziemlich gut ein. Manchmal könnte er allerdings noch die eine oder andere Sekunde länger aus das Brett gucken, um einen Flüchtigkeitsfehler zu vermeiden. Zweimal hatte Christian in einem Turmendspiel Pech und verlor dadurch durchaus vorteilhafte Stellungen. Gegen zwei wesentlich stärkere Gegner kämpfte Christian tapfer, aber leider vergebens. In den Runden 2, 4 und 7 kam er zu Siegen, der überzeugendste in der letzten Runde. Auch er erzielte 3 Punkte, hatte allerdings eine etwas schlechtere Wertung als Arthur und wurde somit 30. Aber Christian kann sicherlich mit dem Ergebnis zufrieden sein.
Niklas Zegula spielte ein tolles Turnier. Insgesamt mußte er fünfmal (in 7 Runden) gegen klar ältere Gegner aus der Klasse U14 antreten. Dabei sollte nicht vergessen werden daß Niklas, wenn er nur 12 Tage später geboren wäre, noch in die Altersklasse U10 gehören würde. Also spielt er auch in der U12 durchgängig gegen ältere Gegner! Schön ist immer wieder zu beobachten, daß Niklas extrem erfindungsreich und auf den gegnerischen König spielt. Dabei opfert er auch durchaus mal eine Figur und wird dafür belohnt, wie in den ersten beiden Runden, die er gewinnen konnte. Leider mischt sich in Niklas´ Spiel dann auch zwischendurch eine Unaufmerksamkeit ein, wie in der 3. Runde, als er eine Gewinnstellung gegen einen eigentlich klar besseren Gegner hat, die er dadurch verdirbt. In der vierten Runde hatte Niklas dann auch noch Lospech und mußte gegen den späteren Turniersieger (7 aus 7) antreten. Leider hatte er da keine Chance. In der 5. Runde gewann Niklas eine gegnerische Figur und setzte seinen Gegner dann schulmäßig auf g7 Matt. Die beste Leistung dann in der 6. Runde: Wieder gegen einen U14er, provozierte Niklas geschickt durch eine sich anbahnende Mattdrohung auf g2 die Schwächung g2-g3, die er prompt mittels einem Qualitätsgewinn ausnutzte, da auf Lh3 der angegriffene Turm f1 nicht nach e1 ausweichen konnte (Niklas hatte seinen Läufer auf b4 postiert), während der König noch auf g1 und die Dame auf d1 standen. Kurze Zeit später nutzte Niklas geschickt eine Fesselung und gewann eine weitere Figur hinzu. Mit einem Mehrturm schob er die Partie sehr souverän nach Hause! In der letzten Runde musste er wieder gegen einen klar stärkeren Gegner antreten, diesmal bedeutete ein Figurenverlust nach der Eröffnung das schnelle Ende. Niklas kam insgesamt auf 4 Zähler und belegte dank seiner tollen Wertung den 11. Platz. Es gab nur einen Spieler, der punktgleich mit ihm eine bessere Wertung aufweisen konnte - und der ist Vize-Verbandsmeister in der U12! Der Verbandsmeister der U12 kam auch auf vier Punkte, landete aber noch hinter Niklas! Also wirklich eine super Leistung!
Insofern warten bestimmt schon alle gespannt auf die Austragung des Überraschungseier-Turnieres im nächsten Jahr!
Notizen von der U14:
Unentschieden zum Auftakt (von Dirk Husemann)
Die U14-Mannschaftsmeisterschaft wird traditionell in den Monaten März-Mai ausgetragen. Sie findet nur auf Bezirksebene statt, bietet somit eine Spielmöglichkeit in der zweiten Saisonhälfte. Im ersten Match musste unsere Truppe gegen Brake spielen. Wie üblich, gab es in vielen Partien Irrungen und Wirrungen, schließlich kam ein gerechtes 2-2 Unentschieden dabei heraus.
Brett 4: Niklas Zegula spielte eine fehlerfreie Partie, was in dieser Altersklasse sehr ungewöhnlich ist. Früh übernahm er als Schwarzer die Initiative und gewann durch Springer- und Bauerngabel ausreichend Material. Weitere Fehler seiner Gegnerin taten ihr übriges, so daß Niklas zu einem ungefährdeten Sieg kam.
Brett 1: Marc Julian Sangel musste gegen einen wesentlich stärkeren Gegner antreten. Er machte seine Sache lange Zeit ziemlich gut. Doch dann gab er seinem Gegner die Möglichkeit, durch eine Bauerngabel eine Figur zu gewinnen. Marc kämpfte noch weiter, doch konnte er letztendlich gegen seinen Gegner nichts mehr ausrichten und verlor.
Brett 2: Florian Pfeiffer spielte zunächst ganz ordentlich und nutzte eine gegnerische Ungenauigkeit aus: Er gewann eine Figur. Zunächst sah es so aus, als wenn Florian die Partie sicher gewinnen könnte, doch nachdem er seine Dame eingestellt hatte, war weiterer Kampf chancenlos.
Brett 3: Tim Kamphausen ließ in der Eröffnung gute Möglichkeiten aus, so daß er nach einem Figureneinsteller in Nachteil geriet. Doch sein Gegner revanchierte sich bald mit Fehlern, die Tim erkannte und ausnutzte. Zum Abschluß der Partie ein Kuriosum: Tim verwandelte beide Freibauern und setzte mit drei Damen schließlich Matt. Schön, daß er beim 1-2 Rückstand die Nerven behielt!
Insgesamt ein gerechtes 2-2. Wir hätten gewinnen, aber auch verlieren können.
Runde Zwei in Rheda (von Stephan Peters)
Beim zweiten Kampf der U-14 Mannschaft gegen Rheda konnten wir in Bestbesetzung antreten.
Unser Gegner trat nur mit 3 Spielern an, sodass Julian Möller an Brett 1 kampflos gewann. Tim Kamphausen steuerte an Brett 4 wieder einen schnellen Punkt bei, indem er seinen Gegner mit Läufer und Dame matt setzte.
Florian Pfeiffer verlor, da er seinen schwarzfeldrigen Läufer abtauschte, seine Königsstellung jedoch schwarze Luftlöcher aufwies. So hatte sein Gegner keine Schwierigkeiten ebenfalls mit Läufer und Dame matt zu setzen.
Die letzte Partie hatte Marc Sangel, der leider früh einen Bauern einstellte. Sein Gegner behielt diesen Vorteil bis ins Endspiel. Als der letzte Turm getauscht wurde gab es im Bauernendspiel keine Chance mehr für Marc.
Endergebnis also wieder 2:2
Drittes Unentschieden im dritten Spiel (von Dirk Husemann)
Im dritten Saisonspiel kam unsere U14-Mannschaft zum 3. Unentschieden. Diesmal hatten wir eher Pech, doch in Vergleich zur Vorsaison ist die Mannschaft wesentlich besser dabei.
Brett 3: Niklas Zegula kam nicht ganz so gut aus der Eröffnung, er hatte zwar einen Bauern mehr, doch er war extrem unterentwickelt. Im Mittelspiel musste er den Bauern zurückgeben, doch er erhielt einen starken Freibauern, den er nach einer Ungenauigkeit des Gegners umwandeln konnte. Durch die Röntgenwirkung des eigenen Läufers kam Niklas zu einem schnellen Matt. Eine tolle Leistung, wenn man bedenkt, dass Niklas gegen denselben Gegner am Anfang der Saison noch ziemlich klar verloren hatte.
Brett 1: Julian Möller hatte bereits nach wenigen Zügen eine Dame weniger. Er wehrte sich zwar noch nach Kräften, doch letztendlich vergebens.
Brett 2: Florian Pfeiffer nörgelte vor der Partie zwar herum, doch diesmal klappte es mit dem Konzentrieren und Zeitlassen für einige Züge wesentlich besser. Florian ließ zwar eine Bauerngabel aus, doch auch der Gegner war nicht ganz auf der Höhe. Durch den geschickten Einsatz des eigenen Freibauern gewann Florian den gegnerischen Turm. Kurze zeit später übersah er mehrfach ein zweizügiges Matt, doch er behielt die Ruhe, tauschte alles ab, um das Endspiel souverän zu gewinnen.
Brett 4: Derk Kamphausen sprang für seinen erkrankten Bruder ein. Zunächst spielte Derk recht ordentlich und gewann eine Figur. Doch diese verlor er wieder, zusätzlich auch noch einen Turm und schlussendlich auch noch die Dame, ebenso wie die Partie.
Schade, diesmal waren wir einem Sieg wirklich sehr nahe - vielleicht haut es beim nächsten Mal hin!
U 16 mit deutlicher Niederlage
von Stephan PetersBeim Mannschaftskampf der U16 in Gütersloh war unsere Nachwuchstruppe gegen einen übermächtigen Gegner glücklos.
Unser erstes Brett mußten wir freilassen, da leider nur 3 Spieler zum vereinbarten Treffpunkt erschienen und auf die Schnelle kein Ersatz zu bekommen war. Marc Sangel an Brett 2 übersah ein Läuferopfer auf f7, was einen Bauern und die Königsstellung kostete. Somit war dem Gegner für seinen Königsangriff Tür und Tor geöffnet, was dieser gekonnt ausnutzte. Florian Pfeiffer an Brett 3 lief in eine Bauerngabel. Sein Gegner hatte keine Mühe, seine Mehrfigur in einen Sieg umzumünzen.
An Brett 4 veropferte sich Tim Kamphausen. Sein Springeropfer auf e6 schlug leider nicht durch und er verlor ebenfalls.
Kurzmeldungen des Vorstandes und aus dem Bezirk
- Auch beim diesjährigen Leinewebermarkt (25.05.-27.05.) wollen wir unseren Verein wieder auf dem Bunnemannplatz vorstellen. Und zwar am Samstag.(26.) von 14:00 bis 19:00 Uhr und am Sonntag (27.) von 11:00 - 15:00. Wer Lust hat, mitzumachen, meldet sich einfach bei Dirk Husemann oder Jens Placke.
- Es gibt wieder neue Kontakte nach Nowgorod, nämlich zu einer Schule mit schachbegeisterten Schülern. Wir planen eine Fahrt für interessierte Jugendliche nach Nowgorod zu organisieren, als Termin wäre September/Oktober dieses Jahres schon möglich. Näheres teilen wir auf der Jahreshauptversammlung mit.
- Nochmaliger Hinweis: Siegerehrung Brackweder StM und Brackweder Blitzmeisterschaft dieses Jahr schon am 07.06.!
Vereinszeitung Juni 2001
Liebe Schachfreunde,
mit dieser Vereinszeitung blicken wir schon wieder auf die kommende Saison: Bitte beachten Sie den Vorschlag zur Mannschaftsaufstellung und darin enthalten die neuzugründende fünfte Mannschaft, die unserer großartigen Entwicklung im Jugendbereich Rechnung trägt. Viele Berichte und weitere wichtige Infos sorgen hoffentlich wieder für eine unterhaltsame Lektüre...(Hinweis: Der Vorschlag zur Mannschaftsaufstellung wird nicht auf der Homepage veröffentlicht.)
Inhalt dieser Zeitung:
- Hinweise zum EURO in unserem Schachverein,
- Einladung zum Fischerschach-Sommer-Cup,
- Berichte vom Jugendschach,
- Kurzmeldungen von Vorstand und Bezirk,
- Einen Bericht vom Mühlentur nier in Hücker-Aschen.
Ihnen allen einen schönen Sommer, vielleicht sieht man sich ja auch mal zu einer Partie (Fischer-) SchachJ.P.
Hinweise zum EURO in unserem Schachverein
von Gerhard HochmannIm Zuge der Umstellung von DM auf Euro ist es notwendig, dass auch der Brackweder Schachklub seine Mitgliedsbeiträge auf Euro umstellt. Die Jahreshauptversammlung hat am 31.05.2001 beschlossen, die Mitgliedsbeiträge zum nächstmöglichen Termin zu senken und zwar auf die folgenden Beträge:
- Erwachsene: von jährlich 100 DM auf 50 Euro,
- Beitrag Ermäßigte: von jährlich 60 DM auf 30 Euro.
Der erste Einzug in Euro geschieht im Oktober 2001. Die Sparkasse rechnet automatisch die Beträge in DM um, da es ja erst am 01.01.2002 den Euro als Bargeld gibt.
Einladung zum Fischerschach-Sommer-Cup
Alle Schachfreunde sind herzlich eingeladen, an den 7 Donnerstagen in den Sommerferien am Fischerschach-Sommer-Cup teilzunehmen: Der erste Termin ist der 05. Juli, gespielt wird mit der Bedenkzeit 1 Stunde/40 Züge + 15 Minuten für den Rest der Partie.
Die Auslosung der Grundstellung (dies ist ja die Besonderheit beim Fischerschach) erfolgt jeweils direkt vor Rundenbeginn.
(Die Grundregeln sind: 1) Der König steht zwischen den Türmen, 2) es gibt einen weiß- und einen schwarzfeldrigen Läufer, 3) Schwarz erhält die spiegelbildliche Aufstellung)
Auch Schachfreunde, die nicht an allen Terminen Zeit haben, können am Turnier teilnehmen, dies wird bei der Auslosung der weiteren Runden berücksichtigt. Anmeldungen nimmt Spielleiter Karsten Schimmer bis zum Beginn der ersten Runde (05.07.) entgegen. Es wird kein Startgeld erhoben!
von Dirk Husemann
Ansprechende Leistungen beim Blitzen
Leider nahmen nur zwei unserer Jugendlichen an den Bezirksblitzeinzelmeisterschaften teil.
In der U20 startete Max Willenberg als einer der nur 5 Teilnehmer. Max lieferte sich ein hartes Match mit Artur Minosjan aus Gütersloh, bis zur letzten Runde lagen beide gleich auf. Deswegen musste der direkte Vergleich die Entscheidung bringen. Max wehrte die gegnerischen Angriffsdrohungen umsichtig ab, wickelte dann aber überhastet in ein Endspiel ab, was sich als für ihn verloren herausstellte. Dennoch kann Max mit dem 2. Platz bei 6 Punkten in 8 Partien zufrieden sein.
Niklas Zegula hatte es in der U16 fast ausschließlich mit älteren Gegnern zu tun. Niklas verkaufte seine Haut sehr teuer, gegen einen besser einzuschätzenden Spieler gewann er gleich in der ersten Runde. Auch gegen andere Spieler, die eigentlich besser einzuschätzen sind, stand Niklas ziemlich gut, doch dann fehlte im rechten Moment die erforderliche Aufmerksamkeit und Abgebrühtheit. Immerhin kam Niklas auf 4 Punkte in 9 Runden und somit den 7. Platz, nur einen Punkt hinter den geteilten 4.-6. Platz, der sicherlich auch drin gewesen wäre.
Insgesamt also war das Abschneiden durchaus zufriedenstellend!
Max Willenberg für NRW-Meisterschaften qualifiziert
Bei den Verbandsblitzeinzelmeisterschaften nahm aus unserem Verein nur Max Willenberg teil. Auch sonst kamen die Teilnehmer eher spärlich: in der Altersklasse von Max, der U20, gingen lediglich 7 Spieler an den Start. Es wurde doppelrundig gespielt. Max erwischte bei weitem nicht seinen besten Tag und gab ziemlich viele Punkte gegen eigentlich schwächere Gegner ab. Dennoch lag er nach Abschluss des Turniers auf dem für ihn selbst überraschenden geteilten 2. Platz, der zur Teilnahme an den NRW-Meisterschaften berechtigt. Dort wird sich Max allerdings verbessern müssen, wenn er gut abschneiden will
Durchschnittliches Abschneiden der Brackweder Teilnehmer beim OWL-Pokal
Schon beinahe traditionell ist das erste Turnier für Jugendliche nach den Sommerferien der OWL-Pokal, ein Schnellschachturnier (15 Minuten pro Spieler und Partie, 7 Runden Schweizer System) in den Altersklassen U14 und U18. In diesem Jahr waren wesentlich mehr Teilnehmer als vor einem Jahr zu verzeichnen, auch aus unserem Verein nahmen gleich 8 Spieler teil.
Besonders auffällig war in diesem Jahr die extrem unzureichende Organisation, da sich das Turnier auf einem Sonntag Nachmittag bis in den Abend hinzog, die letzten waren um 21.00 zu Hause. Allerdings wusste die Turnierleitung auch anderweitig durch Inkompetenz zu "glänzen", dazu später mehr.
Das Spiellokal in Lieme (bei Lemgo) war o.k., wenngleich es im Umkreis von 10 Minuten Fußweg anscheinend keine Parkplätze gab.
Nun aber zum Turnier: In der U14 hatten wir 5 Brackweder Teilnehmer unter den insgesamt 38 Teilnehmern zu verzeichnen.
Jessica Böttcher war an diesem Tag nicht vom Glück verfolgt. Ein ums andere mal erspielte sie sich ausgeglichene Stellungen, die sie irgendwie vergeigte. Erst in der vorletzten Runde sollte ihr ein Sieg gelingen, nachdem sie eine Dame mehr hatte und diesen Vorteil souverän verwertete. Leider blieb es bei diesem einen Punkt.
Arthur Hellert verlor die ersten beiden Runden, konnte dann aber gewinnen, wobei er das Mattsetzen mit zwei Schwerfiguren praktizieren konnte. In den nächsten drei Runden lief dann wieder nicht soviel zusammen, erst in der letzen Runde gab es einen weiteren Punkt, als Arthur im reinen Endspiel König und Dame gegen König und Dame seinen Gegner mattsetzen konnte! Insgesamt erzielte Arthur 2 Zähler.
Florian Pfeiffer erzielte ebenfalls zwei Punkte: Er gewann in der 3. Runde, als seinem Gegner glücklicherweise entging, daß dieser das "Mattfeld" doch gedeckt hatte, und in der 6. Runde, hier durch ein Matt mit zwei Schwerfiguren.
Tim Kamphausen hatte in den ersten drei Runden kein Glück, dann gewann er jedoch eine gegnerische Dame und setzte Matt. In der 5. Runde war Tim erneut mit einer Dame im Vorteil, doch diesmal setzte er seinen Gegner leider Patt. Nach einer Niederlage in der 6. Runde konnte Tim zum Abschluss nochmals gewinnen, insgesamt kam er damit auf 2,5 Punkte.
Niklas Zegula war mit neun Jahren nicht nur der jüngste Brackweder, sondern auch der Erfolgreichste! Gleich in der ersten Runde hatte Niklas nach wechselhaftem Verlauf einen Turm mehr, das Mattsetzen fiel ihm zwar nicht ein, aber der Gegner verlor die Lust, so daß dieser aufgab. In der nächsten Runde verlor Niklas, danach trat dann die Turnierleitung in den Mittelpunkt. Sowohl Niklas als auch sein Gegner hatten vor der Partie vergessen, die Uhren zu kontrollieren. Niklas reklamierte nach wenigen Minuten Spielzeit in verlorener Stellung auf gegnerische Zeitüberschreitung. Der anwesende Turnierleiter stellte fest, daß noch nicht ausreichend Zeit verstrichen war und wollte Niklas´ Gegner einfach 10 Minuten zusätzlich geben. Nachdem neben mir auch andere auf die Regeln verwiesen, nahm der Turnierleiter seine Entscheidung zurück. Dummerweise musste 2 Runden später feststellen, daß man Niklas dazu überredet hatte, eine Blitzpartie als Entscheidung zu spielen, die er natürlich verloren hatte. Aufgrund dieses absurden Vorgehens war ich ziemlich ungehalten, immerhin stimmten einige anwesende Schiedsrichter mit mir überein. Schließlich wurde beiden Spielern nahegelegt, die Partie als Remis zu werten. Nach diesem ganzen Durcheinander schien Niklas etwas der Wind aus den Segeln genommen, er verlor die 4. und 5. Runde. In der sechsten Runde war er dann aber wieder voll auf der Höhe: Mit Minusqualität entfachte er einen unwiderstehlichen Königsangriff und konnte überzeugend gewinnen. Zum Abschluss stellte Niklas seinen Mehrturm ein, konnte dann aber das Endspiel trotz einiger Minusbauern gerade noch Remis halten. Insgesamt hatte Niklas 3 Punkte auf dem Konto.
In der U18 gab es insgesamt 18 Teilnehmer, davon drei Brackweder:
Sebastian Tacke hatte das leidige Zeitproblem: Er stand zwar nicht schlechter, doch wurde er einfach über die Zeit geschoben. Erst in der 4. Runde gelang ihm nach einem Damengewinn der erste Punkt. Dann musste Sebastian bis zur letzten Runde auf den 2. Punkt warten, als er in einem Endspiel eine gegnerische Figur gewinnen konnte. Leider waren nicht mehr als diese 2. Zähler drin.
Max Willenberg spielte nach einem leichten Auftaktsieg eine spannende Partie in der 2. Runde, übernahm sich aber dann und verlor schließlich. Nach zwei Siegen, unter anderem gegen einen Angstgegner, konnte er in der 5. Runde gegen den Tabellenführer nicht viel ausrichten, er verlor schließlich. Nach einem Sieg in Runde 6 ging es zum Abschluss gegen den Vereinskollegen Janko. Nach spannendem Partieverlauf (wobei ich immer noch nicht verstanden habe, warum sich bei diesen Turnieren nicht Vereinspaarungen in der letzten Runde vermeiden lassen - aber die Turnierleitung wird es wohl wissen) wurde die Partie schließlich Remis gegeben. Mit 4,5 Zählern war Max 4., sicherlich eine gute Leistung.
Janko Winterling startete als Titelverteidiger. Die ersten drei Runden sahen zwar zähe Partien, aber schlussendlich konnte Janko alle gewinnen. In der vierten Runde stellte er gegen den späteren Sieger einen Bauern ein und verlor dann auch die Partie. Nach einem glücklichen Remis in der nächsten Runde gab es einen einfachen Sieg, bevor Janko zum Abschluss gegen Max zu einem Remis kam. Die insgesamt 5 Punkte bedeuteten den 3. Platz.
Fazit: Es hätte hier und da sicherlich etwas besser laufen können, aber insgesamt waren die Leistungen sicherlich zufriedenstellend.
Georgsmarienhütte: Fides Mohr 3. in ihrer Altersklasse!
Mit der Rekordteilnehmerzahl von 8 Brackwedern traten wir in diesem Jahr bei dem beliebten Jugendschachturnier in Georgsmarienhütte an. Insgesamt spielten 129 Mädchen und Jungen mit. Es wurde in einer großen Gruppe gespielt, die Preise wurden anschließend nach den einzelnen Altersklassen aufgeteilt. Es wurden 9 Runden Schweizer System gespielt. Die Bedenkzeit betrug 15 Minuten pro Spieler und Partie.
Thorben Prieg hatte nach der 2. Runde Stress und wollte das Turnier nicht zuende spielen. Leider hatte er bis dahin nur einen halben Punkte.
Marko Steinbrück spielte teilweise etwas zu unkonzentriert, dass kostete ihn den einen oder anderen Punkt. Andererseits brachte er, wenn er einen Materialvorteil hatte, diesen meistens sicher durch. Nach wechselhaften Verlauf kam Marko zu 4 Punkten und insgesamt dem 88. Platz.
Fides Mohr spielte ihr erstes Turnier, dabei ist sie gerade erst 8 Jahre alt. Die erste Runde lief toll, doch danach kamen zu schwere Gegner. In den letzten Runden konnte sich Fides jedoch wieder fangen. Sie gewann die letzten drei Runden. Die 4 Punkte bedeuteten insgesamt den 89. Platz. In ihrer Altersklasse, bei den Mädchen U8, kam sie sogar auf den 3. Platz - Eine tolle Leistung!
Derk Kamphausen gewann gleich die erste Partie, doch danach folgten drei Niederlagen. In der zweiten Turnierhälfte kam Derk jedoch besser in Fahrt. Durch ein Remis in der letzten Runde erreichte Derk genau die 50%-Marke. Die 4,5 Zähler reichten zum 66. Platz.
Christian Meier hatte sich fest vorgenommen, diesmal besser abzuschneiden als beim letzten Turnier. Doch in den ersten Runden lief nicht soviel zusammen, 2 Punkte in 6 Partien. Der Schlussspurt ließ sich dann jedoch sehen: Christian schaffte noch 2,5 Punkte und konnte damit erstmalig in einem Turnier die 50%-Marke knacken. Er landete auf dem 71. Rang.
Florian Pfeiffer legte los wie die Feuerwehr und gewann die ersten drei Partien. Auch in der 4. Runde stand Florian auf Gewinn, aber er vergab die gute Chance. Nach einer weiteren Niederlage kam Florian bis zum Turnierende abwechselnd zu Siegen und Niederlagen. Nach längerer Zeit konnte Florian mit 5 Zählern wieder einmal mehr als die Hälfte der Punkte ergattern, damit erreichte er Platz 40.
Niklas Zegula kämpfte in der ersten Runde toll, aber es reichte leider nicht. In der 2. Partie verdarb er eine Gewinnstellung durch Patt zum Remis. In den folgenden zwei Partien riss sich Niklas zusammen und gewann zweimal überlegen. Nach einer Niederlage in der 5. Runde folgte ein souveräner Sieg in Partie Nummer sechs: Niklas konnte noch in der Eröffnung ein für den Gegner tödliches Abzugsschach anbringen und die Partie gewinnen. In der 7. Runde folgte eine Niederlage, in Runde 8 ein klarer Sieg für Niklas. In der letzten Runde dann eine völlige Chaospartie. Nach einer Minusfigur kämpfte sich Niklas wieder heran und konnte dem Gegner eine Figur und einen Turm abnehmen. Trotz diverser Unsicherheiten und Einsteller gewann Niklas die Partie dann noch. Nur leider vergaß er, das Ergebnis zu melden, so dass die Partie Remis gewertet wurde. Mit den 5 Punkten kam Niklas auf Rang 57, wäre aber eigentlich 38. Geworden mit 5,5 Zählern.
Tim Kamphausen spielte zum letzten Mal mit, im nächsten Jahr wird er zu alt sein. In den ersten vier Runden spielte er Klasse und kam zu drei Punkten. Danach wechselten sich Licht (Siegpartien) und Schatten (Verlustpartien) ab und in der vorletzten Runde setzte Tim seinen Gegner trotz Mehrdame Patt. In der letzten Runde stellte sein Gegner die Dame so ungeschickt auf, dass Tim sie gewinnen konnte. 5,5 Punkte sind ein tolles Ergebnis, es brachte Tim den 34. Platz ein.
Fazit: Fast alle bei 50% oder besser - das sind tolle Leistungen, die Lust auf die nächsten Turniere machen!
Betreuer bester Brackweder
Kuriosum beim Max-und-Moritz Turnier in Paderborn: Stephan Peters, "nur" als Betreuer dabei, nutzte die Gelegenheit und spielte in der offenen Gruppe mit, wo er den vierten Platz belegte und somit besser war als die Jugendlichen.
Immerhin 7 unserer Nachwuchscracks spielten bei diesem Turnier mit. In allen Klassen wurden 9 Runden gespielt, die Bedenkzeit betrug überall 15 Minuten pro Spieler und Partie.
David Brinkmann hatte das Pech, dass seine Altersklasse U16 wegen zu weniger Teilnehmer mit der offenen Klasse zusammengelegt wurde. Als noch sehr neues Mitglied hatte er somit bei seinem zweiten Turnier gleich gegen zum Teil starke Erwachsene zu spielen, die ihm um ein Vielfaches an Erfahrung voraus waren. David kämpfte sich jedoch durch das Turnier und einige Partien. Dabei kam er auf beachtliche 2,5 Punkte.
Florian Pfeiffer erwischte in der U14 nicht seinen besten Tag. Zu oft stellte er seine Dame ein; einmal vergab er eine klare Gewinnstellung zum Patt. Es blieben zwei erspielte Siege sowie ein weiterer, kampfloser. Die 3,5 Zähler bedeuteten in der Endabrechnung unter 29 Teilnehmern den 24. Platz.
Gleich 5 unserer Spieler kamen in der U12 zum Einsatz, insgesamt waren 34 SpielerInnen am Start.
Christian Meier startete mit 2 Zählern aus den ersten vier Runden recht ordentlich, doch nach der Mittagspause lief nicht mehr viel zusammen: Nur ein Remis. Christian vergab oft gute Stellungen durch zu unkonzentriertes Spiel und hätte bei Normalform sicherlich 2 Punkte mehr erzielen können. So reichte es mit 2,5 Zählern für den 32. Platz.
Viel zu schnell spielte meistens Arthur Hellert. Entsprechend wurde auch hier eine bessere Platzierung leichtfertig vergeben. Immerhin gewann Arthur dreimal und kam auf den 29. Rang.
Thorben Prieg spielte erst sein zweites Turnier. Er zog manchmal auch noch zu schnell, was die eine oder andere Dame kostete. Aber dreimal konnte sich Thorben durchsetzen und damit eine gute Leistung abliefern, die ihn auf den 30. Rang brachte.
Marko Steinbrück spielte sein erstes Turnier als Vereinsmitglied. In einigen Partien waren seine Gegner einfach zu stark, aufgrund ihrer größeren Erfahrung. Marko überzeugte allerdings bei den anderen Spielen. Neben einem Remis konnte er dreimal gewinnen. Mit beachtlichen 3,5 Zählern landete er auf dem ordentlichen 26. Rang.
Niklas Zegula war einmal mehr bester Brackweder Jugendlicher. In den ersten Runden hatte er allerdings wieder einmal das Pech, einige (noch) zu starke Gegner zu bekommen. In diesen Partien reichte es für Niklas leider noch nicht zu Erfolgen, was sich mit etwas mehr Konzentration hoffentlich ändern lässt. Nach 5 Runden hatte Niklas 2 Punkte auf dem Konto, doch dann setzte er zum Endspurt an: in den letzten vier Runden kamen noch drei Punkte hinzu. Besonders gefiel mir, wie Niklas in einem Doppelturmendspiel seinen Gegner in der Mitte des Brettes matt setzte. Mit 5 Punkten durchbrach Niklas erneut die 50%-Marke und belegte den guten 12. Platz, wenn es für ihn einmal gut laufen würde, wäre hier sicherlich auch noch eine Steigerung drin.
Insgesamt sind die gezeigten Leistungen sicherlich durchschnittlich bis gut zu bewerten!
Teuto-Cup 2001: Bei erster Austragung 107 TeilnehmerInnen!
Unser neues Jugendturnier, der Teuto-Cup, übertraf bei der ersten Austragung sämtliche Erwartungen. Mit 107 TeilnehmerInnen hatte ich selbst in den kühnsten Träumen nicht zu hoffen gewagt.
Von unseren eigenen Jugendlichen nahmen 14 teil, dass sind die Hälfte der Jugendlichen, die wir derzeit im Verein haben! Insbesondere diese Tatsache sowie das ebenfalls hohe Engagement der Eltern sorgten für den Erfolg des Turniers.
Zunächst zu den rein schachlichen Aspekten: In allen Klassen wurden 9 Runden Schweizer System gespielt. Die Bedenkzeit betrug 15 Minuten pro Spieler und Partie.
In der U10 hatten wir 32 TeilnehmerInnen, von denen 7 aus Brackwede kamen.
Valentin Lennartz erwischte nicht seinen besten Tag, er konnte leider nur einmal gewinnen und damit war auch nicht mehr als der 31. Platz möglich.
Timo Grote spielte sein erstes Turnier. Durch Siege in der zweiten und sechste Runde kam er auf 2 Zähler und Rang 30.
Fides Mohr hatte die erste Runde verschlafen. Auch danach lief nicht alles optimal, aber Fides berappelte sich dann noch und kam schlußendlich auf 3,5 Zähler. Neben dem 26. Platz in der U10 konnte sie die Extra-Wertung U8-Mädchen gewinnen und bei ihrem zweiten Turnier gleich einen Pokal mitnehmen!
Henrich Strothmann punktete in den Runden 3-5 am besten, als er 2,5 Punkte erspielte. Durch einen Sieg und ein Remis in den letzten beiden Runden kam er auf insgesamt 4 Zähler und Platz 23. Fast 50% beim ersten Turnier - eine tolle Leistung!
Victor Küpper hatte seine beste Phase vor der Mittagspause, da gewann er zwei Partien hintereinander. Nach der Mittagspause kam er zu zwei weiteren Punkten. Die 4 Zähler insgesamt bedeuteten für ihn Rang 22. Auch hier ein dickes Kompliment: Victor gehört noch in die U8 und spielte sein erstes Turnier, insofern sind fast 50% absolute Klasse!
Kevin Wigand kam erst nach der Mittagspause so richtig in Fahrt: er gewann dreimal in Folge. Insgesamt hatte er 4 Punkte und belegte damit den 21. Platz. Auch hier gilt: großartig, fast 50% gleich beim ersten Turnier!.
Steffen Bentrup spielte ebenfalls sein erstes Turnier. Zunächst lief es nicht so gut, doch Steffens Schlussspurt konnte sich wirklich sehen lassen: in den letzen drei Runden 2,5 Punkte, die ihm insgesamt 4,5 Zähler und den 16. Platz einbrachten. Er knackte damit auf Anhieb die 50%-Marke und wurde in seiner Altersklasse bester Brackweder!
Von den 36 TeilnehmerInnen aus der U12 kamen 4 aus Brackwede.
Thorben Prieg verteilte seine Punkte ziemlich gleichmäßig. Am Ende waren es 2,5, die ihn auf den 33. Platz brachten.
Derk Kamphausen spielte trotz seiner Verletzung nach der Mittagspause besonders stark: Er gewann dreimal hintereinander. Insgesamt erspielte er 3,5 Zähler und landete damit auf Rang 29.
Christian Meier hatte ebenfalls seine beste Phase nach der Mittagspause, dort kam er zu den meisten seiner 4 Punkte. Er belegte in der Abschlusstabelle den 26. Platz. Schade, diesmal reichte es ganz knapp nicht zu der 50%-Marke.
Niklas Zegula lag nach den ersten fünf Runden mit 3,5 Zählern glänzend im Rennen, doch dann wurden die Gegner etwas zu stark. Leider konnte Niklas dann nur noch eine Partie gewinnen. Mit 4,5 Punkten auf dem 17. Platz hatte Niklas eine der besten Buchholzwertungen aller TeilnehmerInnen. Er wurde bester Brackweder in seiner Altersklasse, hätte vielleicht aber doch noch einen Punkt mehr haben können...
In der U14 gab es 24 TeilnehmerInnen, davon zwei aus Brackwede.
Tim Kamphausen hatte mehr mit seiner Verletzung als mit seinen Gegnern zu kämpfen. Zur Mittagspause tat ihm alles so weh, dass er nicht mehr spielen konnte. Mit dem bis dahin erzielten 0,5 Punkten belegte er in der Endabrechnung den 24. Platz.
Florian Pfeiffer war nach 4 Runden mit 3 Punkten vorn dabei. Er kam dann jedoch nicht mehr so gut zum Zuge und außer einem kampflosen Sieg konnte er keine weiteren Punkte erspielen. Mit den vier Punkten verfehlte er knapp die 50%-Marke und belegte in der Endabrechnung Platz 14, wurde in dieser Altersgruppe allerdings bester Brackweder.
Aufgrund der wenigen Teilnehmer spielten die U16 und U18 zusammen. Insgesamt waren es somit 15 SpielerInnen.
Max Willenberg patze in der zweiten Runde unnötigerweise etwas ein, spielte ansonsten aber ein sehr starkes Turnier und gab nur ein weiteres Remis ab. 7,5 Zähler beschertem ihm in der U18 den souveränen Sieg, punktgleich mit dem besten Spieler aus der U16.
Insgesamt war der Tag irgendwie schon relativ stressig, hat aber sicherlich auch Spaß gemacht. Toll fand ich, dass wirklich so viele unserer Nachwuchscracks mitgespielt haben und zum Großteil auch tolle Ergebnisse erzielten.
Bei den folgenden, zahlreichen Helfern möchte ich mich ganz ausdrücklich bedanken.
Die großartige Verpflegung organisierten Sabine Hoffmann, Beate & Thomas Kamphausen, Frauke Moritz, Frau Pfeiffer, Frauke Prieg und Brigitte Winterling. Weitere Kuchenspenden kamen von Frau Mohr, Deike Küpper, Frau Meier, Karsten Schimmer und Horst Willenberg.
Im Turniersaal arbeiteten Johannes Orth und Gerd Hochmann an den Computern; Stephan Peters und Gunther Stephan nahmen die Ergebnisse entgegen.
Beim Auf- und Abbau arbeiteten zusätzlich zu den gerade genannten auch noch Ulric Thiede, Ralf-Günter Hoffmann und Thomas Kamphausen mit. Klasse auch, dass hier unsere Spieler Kevin Wiegand, Henrich Strothmann, Niklas Zegula, Thorben Prieg und Florian Pfeiffer kräftig mit anfassten!
Insgesamt kann ich nur ein durchweg positives Fazit ziehen und hoffe, dass wir es schaffen, im nächsten Jahr dieses Turnier mit ähnlich vielen Helfern auf die Beine zu stellen! Die Rückmeldungen, die ich von unsren auswärtigen Gästen erhielt, waren durch die Bank positiv, also sollten wir es im nächsten Jahr auf jeden Fall zu einer Neuauflage des Teuto-Cups kommen lassen!
Kurzmeldungen des Vorstandes und aus dem Bezirk
- Schach in den Sommerferien: Das Spiellokal ist jeden Donnerstag geöffnet; Jugendlichen wenden sich bitte bezüglich der Montagstermine an Dirk Husemann.
- Das Protokoll der diesjährigen Jahreshauptversammlung wird mit der nächsten Vereinszeitung im August versandt.
- Schachfreunde, die an den Einzelwettbewerben des Bezirks teilnehmen möchten (BzEinzelmeisterschaft, Dänepokal) melden dies möglichst auch auf der Mannschaftsbesprechung.
Mühlenturnier: Gute Premiere der U14 - Senioren wieder hinter Werther
Das diesjährige Mühlenturnier in Hücker-Aschen konnte wegen des unklaren Wetters nicht im Freien stattfinden, sondern musste leider nach drinnen verlegt werden. Erstmalig traten wir in diesem Jahr mit einer reinen Brackweder Zwölfermannschaft an, außerdem gab eine U14-Mannschaft von uns ihr Debüt bei dem Turnier.
Die Senioren, in ziemlich starker Besetzung, konnten in der ersten Runde gegen Enger/Spenge knapp mit 6,5-5,5 die Oberhand behalten. Matchwinner war hier Sascha Pollmann, der das entscheidende Remis erzielen konnte. In der zweiten Runde ging es gegen Werther. Nachdem man bereits in der Verbandsliga-Saison den Wertheranern den Sieg und somit auch den Aufstieg überlassen musste, lief es auch bei diesem Turnier - trotz der besseren Besetzung auf unserer Seite - nicht gut und der Kampf wurde schließlich mit 5-7 verloren. Zum Abschluss kam unsere Mannschaft zu einem nie gefährdeten 9-3 Sieg über Kirchlengern. Das reichte in der Endabrechnung leider nur zum 2. Platz. Schade, dieses Jahr war die Chance auf den Pokal wirklich sehr groß. Hier noch die Aufstellung und Einzelergebnisse: Grischa Bluhm (2,5/3), Gunther Stephan (1,5/3), Sascha Pollmann (2,5/3), Conrad Schormann (0,5/3), Karsten Schimmer (1/2), Ralf-Günter Hoffmann (1,5/3), Franz Kirwald (3/3), Johannes Orth (2/2, Ronald Becker (1,5/2), Stephan Peters (2/2), Max Willenberg (1,5/3), Jens Placke (1/2), Heinz Walter (0/2), Michael Böhling (0/1) und David Brinkmann (0/2).
Die U14-Mannschaft war eigentlich viel jünger: Sie setzte sich aus einem Spieler der U12 und drei der U10 zusammen. Bis auf unser Spitzenbrett spielten alle erst ihr zweites Turnier! Insgesamt nahmen hier 20 Mannschaften teil, es wurde in Fünfergruppen gespielt. Nach einem schönen 3-1 Auftaktsieg gegen Bruchmühlen gab es drei Niederlagen: 1-3 gegen Melle II, 0-4 gegen die Olaf-Palme-Gesamtschule und 1-3 gegen Oetinghausen. Zweimal waren wir dabei allerdings knapp an einem Unentschieden dran. In en Platzierungsspielen gelang uns ein klares 3,5-0,5 gegen Hücker-Aschen I, worauf die Revanche gegen die Olaf-Palme-Gesamtschule mit 1-3 nicht gelang. Im abschließenden Spiel um Platz 11 kamen wir zu einem 2-2 gegen Kirchlengern. Aufgrund der besseren Berliner Wertung belegten wir den 11. Platz. Die Aufstellung und Einzelbilanzen:
Timo Grote spielte an Brett 4 oftmals viel zu schnell und unkonzentriert. Leider kam er nur auf 0,5 Punkte in 7 Partien. Klasse fand ich, dass er nie die Lust und die Motivation sowie Einsatzbereitschaft verlor, außerdem darf nicht vergessen werden, dass dies erst sein zweites Turnier war!
Kevin Wiegand holte am 3. Brett in der letzten Runde das wichtige 2-2 durch eine überaus spannender Partie. Bereits mit einer Dame im Nachteil kämpfte er sich verbissen durch und konnte die gegnerischen Fehler schließlich ausnutzen und die Partie komplett umdrehen. Insgesamt kam er auf 3/7, für sein 2. Turnier eine tolle Leistung, die sich mit etwas mehr Konzentration sicherlich ausbauen lässt!
Steffen Bentrup zeigte an Brett 2, dass er die letzten Trainingseinheiten mit den Eröffnungsregeln schon bestens umsetzen konnte. In jeder Partie stand er nach 10 Zügen sehr ansehnlich, zum Teil gegen wesentlich stärkere Gegner. Leider verlor er dann oftmals den Faden oder baute eine Fehler ein. Dennoch erzielte er 2 Punkte - auch für ihn beim 2. Turnier - also ein respektables Ergebnis.
Niklas Zegula, der auch erst seit einem Jahr im Verein ist, aber im Vergleich zu den anderen eben schon ein Routinier, musste am Spitzenbrett ran. Niklas zeigte diesmal, über welches große Potential er verfügt: In Partien, in denen er etwas mehr hatte, gewann er sehr souverän und ließ sich nicht die Butter vom Brot nehmen. In den Partien, in denen er anfänglich etwas eingestellt hatte, kämpfte er sich stets erfindungsreich wieder an den Gegner heran. So kam er zu dem phänomenalem Ergebnis von 6/7! Niklas ist noch U12, was die großartige Leistung in einem noch besseren Licht erscheinen lässt. Wenn Niklas jetzt noch die kleinen Unaufmerksamkeiten vermeiden könnte, würde er auch bei Einzelturnieren ganz vorne mitspielen können!
Ich war von den tollen Leistungen unserer Jugendlichen sehr angetan, es darf nicht vergessen werden, dass alle am Tag zuvor schon bei unserem eigenen Turnier den ganzen Tag Schach gespielt hatten.
Schade nur, dass die Turnierleitung reichlich überfordert war. Das Turnier für die Jugendlichen endete erst nach der Siegerehrung um 19.45 Uhr, für einen Sonntag einfach zu spät. Organisator Hermann Dieckmann versprach, sich um eventuelle Beschwerdeanrufe von Eltern zu kümmern. Ich werde ihn beim Wort nehmen!
Vereinszeitung August 2001
Liebe Schachfreunde,
die neue Saison beginnt in wenigen Wochen, die Termine stehen fest, unsere Mannschaften fiebern (hoffentlich) ihrem ersten Einsatz entgegen. Hoffen wir schon jetzt auf einen glücklicheren Ausgang der Spielzeit und den langersehnten Aufstieg in die Regionalliga.(Hinweis: Das Protokoll der Jahreshauptversammlung wird nicht auf der Homepage veröffentlicht.)
Inhalt dieser Zeitung:
- Termine und Spielpaarungen unserer Mannschaften,
- Einladung zur Vereinsmeisterschaft 2001/2002,
- Berichte vom Jugendschach,
- Kurzmeldungen von Vorstand und Bezirk,
- Einen Bericht vom Turnier in Kirchlengern.
Ihnen allen einen guten Start in die neue Saison und viele spannende Partien wünschtJ.P.
Termine und Spielpaarungen unserer Mannschaften,
Die Termine unserer Mannschaften finden Sie...
- zum einen über unsere Linkseite
- oder direkt auf der Bezirkshompage,
- bzw. auf der SVOWL-Homepage.
Die Aufstellungen finden Sie über das Menü Mannschaften.
Einladung zur Vereinsmeisterschaft 2001/2002,
Alle Vereinsmitglieder sind herzlich zur diesjährigen Vereinsmeisterschaft eingeladen.
Die erste Runde soll am 06.09.2000 um 19:00 beginnen. Anmeldungen bitte bis zum 13.09., 18:59 Uhr an Spielleiter Karsten Schimmer.
Es wird nach der gültigen Turnierordnung gespielt. Die Bedenkzeit beträgt 2 Stunden für 40 Züge und 1 Stunde für den Rest der Partie. Der Rundenbeginn ist auch in diesem Jahr auf 19:00 Uhr gelegt, damit lange Partien nicht (zu) kurze Nächte bedeuten. Natürlich kann in Absprache der Partiebeginn verschoben werden.
Spielleiter Karsten Schimmer wird den Rundenplan nach der ersten Runde ausarbeiten und allen Teilnehmern zukommen lassen. (Termin der zweiten Runde wird voraussichtlich der 20.09. sein.)
An den Rundenterminen herrscht im Turniersaal Rauchverbot!
von Dirk Husemann
OWL Pokal und Rapid Chess Meisterschaft 2001
Diesmal fanden die beiden parallel ausgetragenen Turniere in Lemgo statt.
Beim OWL-Pokal dürfen Jugendliche U14 teilnehmen. Es wurden 7 Runden mit einer Bedenkzeit von 15 Minuten pro Spieler und Partie absolviert. Insgesamt gab es 22 Teilnehmer, davon 4 aus unserem Verein.
Thorben Prieg spielte sein erstes Turnier, dabei war er verständlicherweise noch ziemlich aufgeregt und spielte über weite Strecken sehr schnell. In den ersten beiden Runden verlor Thorben, bevor er in der dritten die gegnerische Dame gewann und bald darauf zu einem Matt kam. Die 4. Runde brachte Thorben einen Dameneinsteller und eine Niederlage, bevor er in der 5. Runde nach einer Achterbahnfahrt-Partie das bessere Ende für sich hatte. In der 6. Runde waren die Dame und die Partie wieder schnell weg, zum Abschluß kam Thorben gegen Vereinskamerad Derk zu einem Remis. Insgesamt 2,5 Punkte, Platz 19 und für das erste Turnier sehr ordentlich.
Derk Kamphausen hatte durchaus einige gute Stellungen, doch aus den ersten fünf Runden war nicht mehr als ein Sieg drin. In der 6. Runde spielte Derk sehr souverän, gewann die Dame und auch die Partie. In der 7. Runde gab es ein für Derk eher glückliches remis gegen Thorben. Mit 2,5 Zählern belegte Derk in der Endabrechnung den 18. Platz.
Florian Pfeiffer startete mit einer Niederlage, gewann in der 2. Runde aber mit einer Mehrdame gegen Thorben. In den Runden 3 und 4 folgten zwei Niederlagen, bevor er in der 5. Runde mit Glück gegen Derk gewinnen konnte. Auch in der 6. Runde gewann Florian, diesmal recht überzeugend mit einer Mehrfigur. Die erhofften 50% konnte Florian jedoch leider nicht erreichen, da er in der letzten Runde verlor. Mit 3 Punkten kam Florian auf den 15. Platz.
Niklas Zegula erwischte nicht seinen besten Tag. In der ersten Runde spielte er Remis, welches er sich in einem Endspiel mit einer Minusfigur durch Abgrasen der gegnerischen Bauern erkämpfte. In der 2. Runde dann der vermeintliche Knackpunkt: Niklas spielte gegen den späteren Turniersieger und hielt sich mit einem Minusbauern sehr wacker. Schließlich machte der Gegner einen Fehler, der Niklas ein Matt in drei ermöglicht hätte, aber Niklas übersah dies und verlor schließlich. Danach war die Luft heraus, in den folgenden drei Partien spielte Niklas schlecht. Trotz guter Stellungen gab es leider nur einen Punkt. In den letzten beiden Runden fing sich Niklas aber nochmals und kam zu zwei Siegen, einem, nachdem er toll die gegnerischen Mattdrohungen abgewehrt hatte. Insgesamt 3,5 Zähler und Platz 10. Niklas hatte wieder einmal eine sehr hohe Buchholzzahl, also sehr starke Gegner!
In der Rapid Chess Meisterschaft traten die U18 Jugendlichen gemeinsam mit den Mädchen an, es gab hier 15 TeilnehmerInnen, drei aus Brackwede. Es wurden 5 Runden gespielt bei einer Bedenkzeit von 20 Minuten pro Spieler und Partie.
David Brinkmann, erst seit wenigen Wochen Vereinsmitglied, spielte sein erstes Turnier. In den ersten beiden Runden kam er recht gut aus der Eröffnung, verlor dann aber jeweils durch Flüchtigkeitsfehler. In der 3. Runde dann eine sehr routinierte Vorstellung: Als Schwarzer übernahm David bei dem passiven Aufbau seines Gegners die Initiative, durch eine Springergabel gewann er die gegnerische Dame, gab dann aber klug Material zurück, um in ein Endspiel abzuwickeln, welches er souverän nach Hause schob. In der 4. Runde folgte wieder ein Flüchtigkeitsfehler, während David in der 5. Runde kampflos gewann. Insgesamt 2 Punkte und Platz 13.
Janko Winterling gewann die ersten drei Runden, wobei er in der 3. Runde seinen Gegner in totremiser Stellung über die Zeit schob. In der vierten Runde ging es gegen den Titelverteidiger. Janko gewann zwar in der Eröffnung einen Bauern, doch dafür war sein Entwicklungsrückstand zu groß. Um diesen zu beheben, musste er einige Bauern abgegeben, so dass er im Endspiel chancenlos war. In der 5. Runde hatte Janko gerade nett einen Bauern gewonnen, als er wenige Züge später in ein Abzugsschach mit Damenverlust lief. Bei drei Punkten belegte Janko den 5. Platz.
Max Willenberg gewann die ersten beiden Partien, in der 2. Brachte er ein schönes Läuferopfer auf h7. In der dritten Runde stellte Max frühzeitig gegen den späteren Turniersieger eine Figur weg, was zu einer chancenlosen Stellung und baldigen Niederlage führte. Max brachte in einem eigentlich ausgeglichenen Endspiel der 4. Runde ein tolles Opfer, was die Stärke seines Freibauern unmittelbar aufzeigte. In der letzten Runde mühte sich Max lange, doch die Stellung war ausgeglichen und wurde schließlich Remis. Max musste anschließend gegen den Gegner der letzten Runde noch einen Stichkampf um den 2. Platz spielen. Die erste Blitzpartie gewann er, die 2. und dadurch erforderliche dritte verlor er jedoch leider. Insgesamt also der 3. Platz für Max.
Insgesamt ganz ordentliche Leistungen, wenngleich eigentlich bei den meisten unserer Spieler ein klein wenig mehr drin sein sollte. Die lautesten Akzente setzte wieder einmal Turnierleiter Benno Balsfulland, der seinen Urzeit-Nadeldrucker natürlich immer dann in Betrieb nahm, wenn eigentlich gerade Ruhe eingekehrt war...
Schach-Erlebnistag in Gütersloh
Nach mehrmaliger Verlegung fand am 16.06. in Gütersloh der erstmalig ausgerichtete Schach-Erlebnistag der Schachjugend Bielefeld statt. Gedacht als Turnier, um neue Mitglieder zu werben, kamen leider überwiegend SpielerInnen, die bereits in Vereinen organisiert waren. Die Zahl der Gesamtteilnehmer war mit 102 beachtlich. Unsere eigene Fraktion trat mit 8 TeilnehmerInnen an, von denen die meisten noch sehr unerfahren waren, viele spielten erst ihr zweites oder drittes Turnier. Es wurde in vier Gruppen gespielt, jeweils neun Runden Schweizer System bei einer Bedenkzeit von 15 Minuten pro Spieler und Partie.
Bei den Jüngsten, den Jahrgängen 1991 und jünger, hatten wir fünf StarterInnen in dem 24 TeilnehmerInnen umfassenden Feld.
Timo Grothe erwischte nicht seinen besten Tag, oftmals schaute er nicht gut genug auf das Brett und stellte dabei die eine oder andere Figur ein. Insgesamt kam er auf 2,5 Punkte und den geteilten 22. Rang.
Victor Küpper, noch einer der jüngsten, zog insgesamt auch noch zu oft zu schnell. Nach einem Remis zum Auftakt schaffte er es, danach stets abwechselnd zu verlieren und zu gewinnen. Zusammen also 4,5 Zähler, die den für ihn beachtlichen 10. Platz bedeuteten.
Steffen Bentrup spielte teilweise wieder sehr ansprechend. Er hatte das Pech, oftmals gegen stärkere Gegner ausgelost zu werden, was an seiner enorm hohen Buchholzzahl ersichtlich wurde. Bei ihm wechselten sich Siegen, Remisen und Niederlagen ab. Insgesamt erspielte er sich 4,5 Zähler und belegte somit den guten 9. Rang.
Fides Mohr konnte die anderen Mädchen klar hinter sich lassen, nur leider gab es diesmal dafür keinen Pokal. Sie hatte die beste Buchholzwertung aller SpielerInnen dieser Gruppe, was deutlich macht, wie stark ihre Gegner waren. Trotzdem erreichte sie 5 Punkte, wobei sie zu drei aufeinanderfolgenden Siegen in den Runden 2 bis 4 kam. Im Endklassement sprang für sie der tolle 6. Platz heraus!
Kevin Wigand legte los wie die Feuerwehr und hatte nach 3 Runden bereits 2,5 Zähler auf seinem Konto. Danach wechselten sich Niederlagen und Siege ab, doch mit der Gewinnpartie in der letzten Runde gegen Vereinskameradin Fides konnte er noch an ihr vorbeiziehen. Kevin erzielte 5,5 Punkte und kam damit auf den großartigen 4. Platz. In einer Extrawertung für die jüngeren Jahrgänge wurde er gar erster und gewann damit bei seinem zweiten Einzelturnier den ersten Pokal!
In der Gruppe der Jahrgänge 1989-1990 waren drei Brackweder vertreten. Insgesamt nahmen hier 27 SpielerInnen teil.
Christian Meier spielte recht ausgeglichen, manchmal vergab er jedoch durch zu unkonzentriertes Spiel den einen oder anderen Punkt. Alles in allem kam er nach ausgewogenem Turnierverlauf auf 4,5 Zähler. Er belegte damit den 15. Platz.
Marko Steinbrück gewann die ersten beiden Runden, doch dann wurden die Gegner zu stark. Nach zwei Niederlagen folgten zwei Siege, daraufhin wieder zwei Niederlagen, zum Abschluss eine Remis. Insgesamt 4,5 Punkte und Patz 11.
Niklas Zegula fing sich nach einer Auftaktniederlage und spielte sich durch drei Siege in Folge an Brett 1. Hier war der Gegner zu stark. Danach kam Niklas zu einem Remis, es folgten ein Sieg und eine Niederlage gegen einen weiteren starken Gegner. Durch seinen Sieg in der letzten Runde kam Niklas auf 5,5 Zähler und den tollen 5. Platz.
Insgesamt ein schönes Ergebnis: Fast alle Brackweder bei oder über 50%. Einige spielen sich mittlerweile an die Spitzengruppe heran, wobei es zu den Top-Platzierungen (noch) nicht ganz reicht...
Dankenswerterweise unterstützten Johannes Orth, Stephan Peters, Jens Placke und Gunther Stephan die Turnierleitung!
Weitere Kurzinfos der Jugend:
1) ProblemturnierAm 16.06. stellten sich 15 unser Jugendlichen den 10 Mattaufgaben, die ich für sie vorbereitet hatte. Dabei handelte es sich nicht um Schachprobleme, wie der Name vermuten lässt, sondern um Stellungen aus konkreten Partien. Es gab je drei Aufgaben mit einem Matt in einem/zwei Zügen, zwei Aufgaben mit dreizügiger Mattkombination und je eine zu einem Matt in vier/fünf Zügen. Daraus ergab sich die maximale Punktzahl von 24 Zählern.
In der Gesamtwertung gewann souverän Max Willenberg mit der Höchstpunktzahl. Damit gewann er auch in seiner Altersklasse U18. Den zweiten Platz belegte der erst zehnjährige Niklas Zegula mit beachtlichen 21 Punkten! In seiner Alterklasse U12 war er unangefochten Sieger. Den dritten Platz belegte knapp dahinter David Brinkmann, der auf 19 Punkte und den Sieg in seiner Altersklasse U16 kam.
Weitere Sieger in den Altersklassen: In der U14 gewann Florian Pfeiffer (9 Punkte), in der U10 siegte Kevin-Morris Wigand (9 Punkte) ganz knapp vor Steffen Bentrup, der dieselbe Punktzahl erreichte, aber mehr Zeit für die Lösungen benötigt hatte. Bei den jüngsten, in der U8, siegte Victor Küpper mit 5 Zählern.
Die Sieger der einzelnen Altersklassen erhalten Wanderpokale.
Alle Teilnehmer waren mit Feuereifer dabei und fiebern sicherlich schon dem Problemturnier im nächsten Jahr entgegen.
2) Blitzpokale vergebenNachdem die ganze Saison über 16 Blitzturniere stattgefunden hatten, gab es nun die Endabrechnung. In den einzelnen Altersklassen wurden den Siegern Wanderpokale überreicht. Über je einen Pokal konnten sich freuen:
- U10: Steffen Bentrup
- U12: Niklas Zegula
- U14: Florian Pfeiffer
- U16: David Brinkmann
- U18: Max Willenberg
Von den insgesamt 10 gestarteten Jugendlichen beendeten leider nur 9 das vereinsinterne Jugendturnier, welches über die ganze Saison hinweg ausgetragen wurde. Es wurden ein doppelrundiges Turnier gespielt, die Bedenkzeit betrug 15 Minuten pro Spieler und Partie. In der Schlussphase gingen einige Partien kampflos verloren, da einige Spieler leider nicht durchhielten.
Überlegener Sieger wurde Max Willenberg mit der Idealzahl von 16 Zählern. Max konnte sich damit erstmalig in die Siegerliste eintragen. Die weiteren Plätze belegten: Tim Kamphausen (12), Julian Möller (9) und Niklas Zegula (8,5).
In der nächsten Saison ist die Spielmoral dann hoffentlich etwas höher!
Kurzmeldungen des Vorstandes und aus dem Bezirk
- Im Rahmen der Brackweder 850-Jahr-Feier findet am Samstag, 16.09. ein Tag der Vereine auf der überdachten Oetkereisbahn statt, bei dem sich auch unsere Verein präsentieren möchte, Wer hierbei mithelfen möchte, wendet sich bitte an Gerd Hochmann.
- Wer Interesse an der Trainingsreihe mit Grischa Bluhm hat (Montags, ca. 14-tägig), meldet sich bitte beim Vorstand (Dieses Angebot gilt in erster Linie für Mannschaftsspieler des Vereins).
- Die Bezirkseinzelmeisterschaften finden statt am Wochenende 09.-11.11. statt, weitere Infos in Kürze bei Jens Placke.
- Unser Verein wird auch in diesem Jahr wieder die 4er-Blitzmeisterschaften ausrichten und darf somit 3 Mannschaften melden. Bei Redaktionsschluss stand der Termin noch nicht fest. Interessenten melden sich bitte bei Karsten Schimmer.
Kirchlengern: Zweimal zweiter Platz!
von Dirk HusemannAm 01.07. folgten wir der Einladung der SGEM Kirchlengern, um deren 10-jähriges Vereinsjubiläum zu feiern. Es wurde der Else-Pokal ausgerichtet, ein Schnellschachturnier mit 6er-Mannschaften und 15 Minuten Bedenkzeit pro Spieler und Partie. Wir starteten mit jeweils einer Mannschaft bei den Jugendlichen (U20) und den Senioren. Inspiriert durch das legendäre Mühlenturnier in Hücker-Aschen wurde auch hier unter freiem Himmel gespielt.
Bei den Jugendlichen waren 7 Mannschaften am Start. Unsere Mannschaft trat mit einer sehr gemischten Truppe an, zu den 3 alten Hasen an den ersten drei Brettern wurden drei junge Hüpfer an die letzten drei Bretter gesetzt, die alle erst seit einigen Wochen Mitglied in unserem verein sind. Doch diese Mischung bewährte sich: Nach Siegen über Kirchlengern (4-2), Freibauer Lübbecke (5,5-0,5) und Oetinghausen I (4-2) kassierten wir eine klare 0-6 Niederlage gegen die Jugend-NRW-Liga-Mannschaft von Minden. Es folgte ein unnötiges 3-3 Unentschieden gegen Hücker-Aschen, bevor zum Abschluss Oetinghausen II klar mit 6-0 geschlagen werden konnte. Insgesamt reichte das zu dem völlig überraschenden 2. Platz, ein toller Erfolg! Die Spieler in der Reihenfolge der Bretter und ihre Einzelbilanzen: Max Willenberg (4/6), Janko Winterling (5/6), Sebastian Tacke (4/6), Kevin Wigand (2,5/6), Steffen Bentrup (3/6) und Henrich Strothmann (4/6). Die ersten Bretter schnitten sicherlich im Rahmen der Erwartungen ab, der eine oder andere halbe Punkt mehr wäre nicht schlecht gewesen, die letzten drei Bretter überraschten mich allesamt. Allen dreien war anzumerken, dass sie die letzten Übungseinheiten schon gut verinnerlicht hatten, so wurden oftmals die gegnerischen Einsteller entsprechend bestraft und ebenfalls wurden Patts vermieden! Das macht Hoffnung für die Zukunft!
Bei den Senioren spielten 14 Mannschaften mit, hier wurden 7 Runden Schweizer System gespielt. Leider musste unsere Mannschaft kurzfristig umdisponieren. Zwei Spieler, die eigentlich mitspielen sollten/wollten, kamen nicht zum vereinbarten Treffpunkt. So schnell ließ sich leider kein Ersatz auftreiben, glücklicherweise konnten wir vor Ort den Mindener Frank Haring überreden, für uns am letzten Brett zu starten. Ich selbst sprang dann auch ein, obwohl ich eigentlich unsere Jugendlichen hätte betreuen wollen. Das Turnier begann für uns mit einem 6-0 über Löhne, es folgte ein umkämpftes 3-3 gegen Bad Oeynhausen. Die anschließende unnötige 2,5-3,5 Niederlage gegen Lieme I brachte uns nur kurzfristig aus dem Konzept. Mit dem glücklichen 3,5-2,5 gegen Tura Melle (Detlef Kirwald sicherte den entscheidenden Punkt) kamen wir zurück in die richtige Spur und ließen ein 6-0 gegen Lieme II folgen. In der vorletzten Runde trafen wir auf den Tabellenführer Schnathorst, wo wir unsere Chancen beim 3-3 vergaben. Immerhin konnten wir den Schnathorstern den einzigen Punktverlust zufügen. Vor der letzten Runde war es enorm spannend: 7 Mannschaften hatten Chancen auf den 2. Platz. Für uns hieß es also, zuerst überhaupt und dann auch noch möglichst hoch zu gewinnen. Wir behielten zum Glück die Nerven und gewannen gegen Bünde mit 4,5-1,5 und kamen, da auch die anderen für uns spielten, auf den 2. Platz. Auch hier Aufstellung in Brettreihenfolge und Einzelbilanzen: Gunther Stephan (3/7), Franz Kirwald (3,5/7), Detlef Kirwald (4/7), Stephan Peters (5,5/7), ich (6/7) sowie unser Gastspieler Frank Haring (6,5/7). Im Großen und Ganzen kann man mit dem Abschneiden sicherlich zufrieden sein, mit einer anderen Aufstellung wäre vielleicht auch der Sieg drin gewesen. Dennoch hat es viel Spaß gemacht!
Vereinszeitung Oktober 2001
Liebe Schachfreunde,
die ersten Mannschaftskämpfe sind bestritten, leider nicht alle erfolgreich. Aber noch bleiben genug weitere Begegnungen, um die nötigen Punkte gegen den Abstieg zu sammeln. Anstelle einer Sponsorenwerbung findet sich auf dieser Seite das Motto des Bielefelder Stadtsportbundes "Wir gehören zusammen". Dies können wir - meine ich - auch gut von unseren Verein sagen, oder?

Inhalt dieser Zeitung:
- Berichte von unseren Mannschaften,,
- Berichte vom Jugendschach,
- Kurzmeldungen von Vorstand und Bezirk,
- Berichte von zwei Jugendturnieren,
- ein Schachcartoon,
- Aktuelle Ergebnistabellen.
Bis demnächst, donnerstags beim Schach, grüßt Sie und EuchJ.P.
Berichte von unseren Mannschaften
Verbandsliga A 1. Runde, Brackwede II - Künsebeck I am 02.09.2001,
Von Karsten Schimmer
Gut motiviert und mit besten Vorsätzen startete unsere 2. Mannschaft gegen Künsebeck. Für Conrad rutschte Martin Lehmann an das 8. Brett. Nach ca. 1,5 Stunden gewann Martin dann auch sehr deutlich gegen Hans Lindlar. Dieser recht frühe Sieg gab der restlichen Mannschaft das nötige Selbstvertrauen.
Kurz danach einigten sich Grischa Bluhm und sein Gegner Carsten Laube am 1. Brett auf Remis. Sein Gegner spielte geschickt gegen eine Stellung, die Grischa sehr routiniert aufgebaut hatte.
Kurz danach gewann Karsten Schimmer sehr deutlich, nachdem sein Gegner in der Eröffnung einen Bauern verlor und danach schlechter stand.
Es folgte das Unentschieden von Sascha Pollmann mit den schwarzen Steinen nach guter Abwicklung seines Gegners.
Auch Gunther Stephans Sieg nach 4 Stunden war nie gefährdet. So stand es nach 4 Stunden 4:1 für uns.
In der Zeitnot entschied Michael Pollmüller mit sehr genauem Spiel seine Partie. Nun war der Gesamtsieg perfekt.In einer insgesamt verwickelten Partie musste Daniel Johnen "die Segel streichen". Zu diesem Zeitpunkt traf uns diese Niederlage nicht ganz so hart. Axel Fehr hat nach 5 Stunden schließlich den wichtigen Brettpunkt zum 6:2 Gesamtsieg geholt. Axel hatte nach einer kampfbetonten Partie den längeren Atem.
1. Mannschaft: Unentschieden zu Saisonbeginn und mit Auswärtserfolg im zweiten Spiel
von Dirk Husemann
Zum Saisonauftakt hatten wir ein Auswärtsspiel bei der als stärker einzuschätzenden Mannschaft von Blauer Springer Paderborn. Nach zwei Stunden stand es ziemlich schlecht für uns, doch dann kippten einige Partien zu unseren Gunsten und wir kamen noch zu einem verdienten 4-4.
Brett 3: Detlef Kirwald erwischte nicht seinen besten Tag. In der Eröffnung hatte er frühzeitig Probleme und konnte bald darauf aufgeben.
Brett 6: Max Willenberg spielte zunächst recht ordentlich. In einer etwa ausgeglichenen Stellung opferte er ohne Not eine Figur für zwei Bauern, doch war dieses Opfer leider nicht zu rechtfertigen. Beim 0-2 und der Lage an den anderen Brettern sah es finster aus...
Brett 8: Ronald Becker kam ganz ordentlich aus der Eröffnung und riss bald die Initiative an sich. Nach zwei Fehlern des Gegners gab dieser entnervt auf.
Brett 7: ich selbst stand optisch etwas besser, als mein Gegner einen Zwischenzug mit Qualitätsgewinn übersah. Da mein Gegner gleichzeitig in Zeitnot kam, war der Widerstand gebrochen und wir hatten den Ausgleich geschafft.
Brett 1: Johannes Orth stand eigentlich recht ordentlich, nach einer Ungenauigkeit gab er dann allerdings lieber die Qualität her, anstatt zu merkwürdig zu stehen. Sein Gegner setzte zu optimistisch fort, so dass Johannes zwei Bauern bekam und man mittlerweile von echter Kompensation sprechen konnte. Bald fiel dem Gegner auch nichts besseres als eine Zugwiederholung und damit ein Remis ein.
Brett 4: Stephan Peters gewann zwar im Mittelspiel einen Bauern, doch in einer nicht einfachen Stellung fand er nicht die beste Abwicklung, so dass er schließlich in einem ausgeglichenen Endspiel mit verschiedenfarbigen Läufern landete, welches bald Remis wurde.
Brett 5: Franz Kirwald hatte bereits in der Eröffnung eine ziemlich verwickelte Stellung. Zeitweise stand er etwas besser, doch der Mehrbauer war im Endspiel leider nicht zu verwerten, also auch hier ein Remis.
Brett 2: Ralf-Günter Hoffmann stand zunächst etwas passiv, doch nach einem gegnerischen Fehler konnte er eine Qualität gewinnen. Die Stellung wurde irgendwie komplizierter, so dass Ralf-Günter die Qualität wieder zurückgab, allerdings nun zwei Bauern mehr hatte, doch konnte er gegen das gegnerische Dauerschach nichts ausrichten. Mit diesem Remis stand dann auch das Gesamtunentschieden fest.
Insgesamt war das Unentschieden sicherlich verdient. In dieser Form sollten wir in der Lage sein, den Klassenerhalt zu schaffen!
Beim 2. Saisonspiel konnte unsere erste Mannschaft den 1. Sieg erspielen. In Versmold wurde mit 5-3 gewonnen. Da wir eigentlich immer besser standen und nur kurz zur Zeitnotphase einmal etwas in Bedrängnis kamen, war der Sieg verdient. Zu den einzelnen Brettern:
Brett 6: Max Willenberg ließ bereits nach 10 Zügen eine Eröffnungsfalle zuschnappen und setzte seinen Gegner Matt.
Brett 2: Ralf-Günter Hoffmann hatte nach wenigen Zügen eine sehr ausgeglichene Stellung (Französisch Abtauschvariante), hier war das frühe Remis wohl gerechtfertigt.
Brett 5: Franz Kirwald kam mit Vorteilen aus der Eröffnung. Mit einem Zwischenzug gewann er eine Figur. Nun opferte der Gegner auch noch einen Turm, doch Franz brachte die Partie souverän nach Hause.
Brett 4: Stephan Peters hatte in deutlich passiverer Stellung ein Zwischenschach übersehen, durch das sich eine Figur verabschiedete. Danach war nichts mehr zu machen.
Brett 7: ich selbst stand nach der Eröffnung ganz passabel, nach einer Ungenauigkeit meiner Gegnerin gewann ich einen Bauern, den ich im Endspiel schließlich verwerten konnte.
Brett 8: Ronald Becker stand etwas gedrückt, doch in gegnerisches Zeitnot drehte er den Spieß um und als der Gegner dann auch noch eine Figur einstehen ließ, sorgte Ronal mit seinem Sieg für den vorzeitigen Mannschaftssieg.
Brett 1: Johannes Orth hatte diesmal nur eine kleinere Klippe zu umschiffen, was er recht ordentlich hinbekam. In Anbetracht des bereits entschiedenen Mannschaftskampfes wurde das ausgeglichene Turmendspiel remis gegeben.
Brett 3: Detlef Kirwald kam gut aus der Eröffnung, im Mittelspiel verlor er jedoch einen Bauern. Das Doppelturmendspiel wäre bei korrektem Spiel wohl noch zu halten gewesen, doch Detlef überschritt die Zeit.
Alles in Allem eine ganz ordentliche Vorstellung. Wenn wir diese Form über die ganze Saison halten können, sollten wir und aus dem Abstiegskampf heraushalten können.
von Dirk Husemann
2 Bezirksmeister aus Brackwede!
Bei den Bezirksmeisterschaften der Jugendlichen, die am letzten Wochenende im September in Verl stattfanden, stellten unsere Jugendlichen zusammen mit denen aus Heepen das größte Kontingent, nämlich 9 der insgesamt 44 Teilnehmer.
Bei den Mädchen in der U14 spielte die erst achtjährige Fides Mohr mit. Außer ihr hatten nur zwei weitere Mädchen gemeldet, die aber beide deutlich älter als Fides waren. Es wurden nur drei Runden gespielt. Nach einer spielfreien Runde zum Auftakt musste Fides in der 2. Runde gegen die stärkste Gegnerin antreten. Sie verlor zwar im Mittelspiel einen Bauern, doch in der offenen Stellung machte das nicht viel. Die Gegnerin tappte beim Übergang ins Endspiel in eine Falle und Fides konnte sie auf der Grundreihe matt setzen. In der letzten Runde hätte Fides ein Remis genügt. In einer spannenden Partie, die wegen eines unmöglichen Zuges zu einem Teil nochmals wiederholt werden musste, hatte Fides schließlich die besseren Nerven und konnte gewinnen. Damit wurde sie sensationell Bezirksmeisterin! Aufgrund ihres extrem jungen Alters kann sie an den Meisterschaften noch oft teilnehmen. Vielleicht sind dabei auch weitere Titelgewinne möglich...
In der U12 traten gleich 6 unserer Nachwuchscracks in dem 16-er Feld an, welches 5 Runden Schweizer-System zu bestreiten hatte. Bis auf einen waren es für alle die ersten Bezirksmeisterschaften, es ging also in erster Linie darum Erfahrungen zu sammeln.
Lukas Kammel war noch einen Tag zuvor krank und hatte mehr mit der ausklingenden Erkältung als mit den Gegnern zu kämpfen. In der vorletzten Runde kam er zu seinem einzigen halben Punkt, mit mehr Konzentration und langsamerer Spielweise ist sicherlich mehr drin als der geteilte 15. Platz.
Friedrich Strothmann spielte auch nicht sein bestes Turnier. Oftmals spielte er noch zu schnell und ließ somit gute Chancen aus, wie auch in der vorletzten Runde, als er aus einer Gewinnstellung heraus patt setzte. Insgesamt 0,5 Punkte und der geteilte 15. Platz für Friedrich.
Steffen Bentrup spielte fast ein reines Vereinsturnier, er traf in 5 Runden aus vier Brackweder. Dabei fand er leider nicht zu seiner besten Form und gewann nur einmal. In der Endabrechnung kam er auf den 14. Platz.
Henrich Strothmann gewann gleich die erste Partie. Danach hatte er eine lange Durststrecke zu überwinden, bevor er in der letzten Runde zu einem weiteren Sieg kam. Mit 2 Punkten erreichte er den 12. Platz.
Kevin-Morris Wigand hatte seine starke Phase in der 2. und 3. Runde, als er zweimal hintereinander gewann. In den Runden davor und danach zog Kevin oft zu schnell, was weitere Punktgewinne verhinderte. Mit 2 Zählern kam Kevin auf Platz 11.
Niklas Zegula musste in den ersten beiden Runden seinen Gegnern den Vortritt lassen, doch in der 2. Turnierhälfte konnte Niklas mit viel Kampfgeist und etwas Glück alle Partien gewinnen. Mit drei Punkten war er einmal mehr bester Brackweder seiner Altersklasse und kam im Gesamtklassement auf Platz 8.
In der U14 hatte Lukas Klein unter den anderen 7 Teilnehmern einen schweren Stand, wo es doch sein erstes Turnier war, in dem nicht nur Schnellschach gespielt wurde. In zwei Partien war Lukas chancenlos, in zwei weiteren kämpfte er lange und gut, wobei er zeitweise besser stand, aber leider dennoch verlor. Aber immerhin konnte er eine Partie gewinnen und kam somit auf den 7. Platz.
In der U18 war Max Willenberg neben vier anderen Teilnehmern angetreten, um seinen im Vorjahr errungenen Titel zu verteidigen. Max musste gleich in der ersten Runde gegen den Turnierfavoriten Gap Punsaem aus Gütersloh antreten. In einer schwierigen Stellung hatte Max die besseren nerven und etwas mehr Glück. Nachdem Sieg in dieser bereits vorentscheidenden Partie ließ Max nichts mehr anbrennen und konnte die anderen 3 Partien souverän für sich entscheiden und somit seinen Bezirksmeistertitel erfolgreich verteidigen, eine klasse Leistung!
Insgesamt ein tolles Abschneiden unserer Leute, ich hatte vorher kaum gewagt, überhaupt auf einen Titel zu hoffen, nun wurden es gleich zwei. Aber auch die anderen Teilnehmer spielte gut mit, wenngleich hier oder da durch etwas langsameres Spiel sicherlich noch eine bessere Punktausbeute hätte erzielt werden können.
U12: Remis zum Saisonauftakt und Sieg im 2. SpielVon unseren drei Jugendmannschaften startete als erstes unsere U12-Mannschaft in die neue Saison. In Heepen gab es nach spannendem Verlauf ein hart umkämpftes 2-2 Unentschieden.
Brett 1: Niklas Zegula passte gleich am Anfang gut auf, doch dann patzte er zwei Figuren ein. Nachdem sich sein Gegner revanchierte, hatte Niklas dann zwei Türme gegen zwei Läufer, jeder hatte noch eine Dame. Niklas spielte dann wieder einmal zu schnell und verlor seine Dame, kurz darauf auch die Partie.
Brett 3: Steffen Bentrup ließ gleich am Anfang eine schöne Möglichkeit aus, spielte dann aber sehr stark. Durch einen Abzugsangriff gewann er einen gegnerischen Turm, darauf noch weitere Figuren. Zum Schluss ließ sich Steffen nicht mehr die Butter vom Brot nehmen und gewann überzeugend, wodurch er den Sieg sicherstellen konnte.
Brett 2: Kevin-Morris Wigand hatte zunächst die Vorteile auf seiner Seite. Nach einer Unaufmerksamkeit geriet er jedoch ins Hintertreffen und musste die Partie schließlich aufgeben.
Brett 4: Henrich Strothmann bewies Nervenstärke. Er hatte zu nach der Eröffnung leichte Vorteile, die er durch gegnerische Fehler weiter ausbauen konnte. Er lockte den gegnerischen König in das eigene Lager, wo er ihn schließlich zweizügig matt setzte. Durch diesen tollen Sieg war das 2-2 gerettet.
Insgesamt war sicher mehr drin, da wir (zumindest zeitweise) in allen Partien auf Gewinn standen. Dennoch ein guter Saisonauftakt, der eine hoffentlich ebensolche Saison verspricht!
Im 2. Saisonspiel kam unsere U12 Mannschaft zum ersten Saisonsieg. Gegen Möhnesee musste aufgrund von Erkrankungen und Urlaubsreisen (das Spiel fand am ersten Wochenende der Herbstferien statt) mehrfach die Mannschaftsaufstellung umgeworfen werden. Aber schließlich trat eine Truppe an, die sich gegen Möhnesee mit 2,5-1,5 durchsetzen konnte.
Brett 4: Jannik Beninde spielte seine erste Partie in einer Mannschaft. Er war natürlich etwas aufgeregt, überstand die Eröffnung allerdings mit leichten Vorteilen. Nachdem seine Gegnerin eine Gabel ausgelassen hatte, drängte er zunächst die gegnerischen Figuren zurück, bevor er dann den gegnerischen König zur Strecke brachte.
Brett 1: Niklas Zegula spielte diesmal mit guter Konzentration und bestrafte schon frühzeitig die gegnerischen Fehler. Erst hatte er eine Figur mehr, dann einen Turm, schließlich Turm und Figur. Abschließend setzte er zweizügig matt.
Brett 2: Steffen Bentrup ließ sich von der für ihn neuen Eröffnung seines Gegners nicht aus dem Konzept bringen und entwickelte sich sehr ordentlich. Im Mittelspiel konnte er die Initiative an sich reißen und sogar einen Bauern gewinnen. Bei dem Stand von 2-0 bot Steffen auf Verdacht Remis an, welches der Gegner überraschenderweise annahm, wodurch der Mannschaftskampf bereits gewonnen war.
Brett 3: Henrich Strothmann kam glänzend aus der Eröffnung, nur leider vernachlässigte er den Damenflügel und beging dann eine Unachtsamkeit. Der Gegner revanchierte sich postwendend, doch Henrich vergab seine guten Chancen im Endspiel und verlor schließlich.
Fazit: Es werden deutliche Fortschritte sichtbar. Insbesondere toll, dass die Rollen der Matchwinner in jedem Kampf unterschiedlich verteilt waren!
Kurzmeldungen des Vorstandes und aus dem Bezirk
- Die Bezirkseinzelmeisterschaften finden an einem Wochenende in Oelde statt. Termin: Fr,09.11.-So,11.11.2001;5 Runden CH-System; 2h/40Züge+30 Min/Rest Anmeldung bis 09.11. 19:15 bei (Jörg Nolte). Weitere Infos bei Jens Placke.
- Die 4er-Blitzmeisterschaften finden auch dieses Jahr wieder in unserem Verein statt. ACHTUNG! Termin ist MONTAG, der 22.10.2001. Beginn ist um 19:30 Uhr. Wir können bis zu drei Mannschaften anmelden. Interessenten melden sich bitte rechtzeitig bei Karsten Schimmer.
Berichte von zwei Jugendturnieren
von Dirk HusemannJugendmannschaftsturnier in Lieme: 4. Platz
Beim Sommerturnier der Schachfreunde Lieme konnten wir eine der sieben teilnehmenden Mannschaften stellen. Freundlicherweise waren wir eingeladen worden. Es wurde mit Vierermannschaften mit U12 Jugendlichen gespielt.
Victor Küpper, eigentlich als unser Ersatzmann eingeplant, konnte in einem Sammelteam mitspielen. Dort musste er am dritten Brett spielen und kam für ihn auf gute 1,5 Punkte in 6 Partien. Dabei sollte nicht vergessen werden, dass Victor erst 7 Jahre alt ist!
Das Turnier fing für unsere Mannschaft, die in der Aufstellung Marko Steinbrück, Steffen Bentrup, Kevin-Morris Wigand und Henrich Strothmann antrat, toll an: Es gab gleich zwei Siege. Gegen eine Mannschaft, die außer Konkurrenz antrat, da sie auch einige ältere Spieler dabei hatte, gab es eine Niederlage, danach folgte ein Sieg, womit in der Zwischentabelle auf Rang 2 lagen. In der vorletzten Runde gab es dann eine heftige 0-4 Niederlage gegen den Tabellenführer aus Lachendorf. Die war allerdings ganz unnötig, da alle unsere Spieler mindestens einmal in ihren Partien besser standen, aber dann die guten Fortsetzungen versäumten. Zum Abschluss musste gewonnen werden, um auf den 2. Platz zu kommen, und es sah trotz einer schnellen Niederlage beim Zwischenstand von 1,5-1,5 gegen die Gastgeber aus Lieme sogar gut aus, doch letzten Endes reichte es leider nicht. Nach der knappen 1,5-2,5 Niederlage kamen wir auf den vierten Platz. Da Berlebeck jedoch außer Konkurrenz gespielt hatte, konnten unsere Nachwuchcracks aber den Pokal für den dritten Platz in Empfang nehmen!
Hier die Einzelresultate:
Marko Steinbrück hatte es am ersten Brett am schwersten und anscheinend in den Sommerferien auch am wenigsten trainiert. Leider kam er nur zu einem Remis in den 6 Partien.
Steffen Bentrup spielte am 2. Brett überragend. Nur manchmal schlich sich noch ein kleiner Fehler ein, aber mit 4,5/6 gewann Steffen sogar einen Preis für die Leute mit den besten Einzelergebnissen.
Kevin-Morris Wigand erzielte mit 3/6 am 3. Brett gute 50%, wenn er noch langsamer und konzentrierter spielt und alle Figuren am Spiel beteiligt, kann er noch deutlich besser werden!
Auch Henrich Strothmann kam an Brett 4 auf 3/6 und erzielte somit 50%. Mit etwas mehr Konzentration wäre auch hier noch ein wenig mehr drin gewesen!
Fazit: Es hat allen Spaß gemacht und der Pokal wird sicherlich für weiteren Motivationsschub sorgen!
Tabaluga-Turnier in Senne: 14 Brackweder dabei!
Mit der Rekordteilnehmerzahl von 14 starteten wir beim Tabaluga-Turnier in Senne. Dabei wurden zum teil beachtliche Ergebnisse erzielt:
In der U8 starteten insgesamt 11 SpielerInnen. Von uns war Fides Mohr dabei, sie spielte zum Teil lange und anstrengende Partien. Insgesamt verlor sie nur gegen die vier vor ihr platzierten Spieler, alle anderen 6 Spiele konnte sie gewinnen und belegte damit den hervorragenden 5. Platz.
Von den 33 TeilnehmerInnen in der U10 kamen 4 aus Brackwede:
Henrich Strothmann gewann gleich die erste Partie, doch dann lief lange nichts mehr, er verlor viermal in Folge. In den letzten Runden konnte er noch dreimal gewinnen, die 4 Punkte bedeuteten den 25. Platz.
Steffen Bentrup legte los wie die Feuerwehr und gewann die ersten drei Spiele. Danach war die Luft heraus, Steffen kassierte 5 Niederlagen hintereinander. Erst in der letzten Runde berappelte er sich wieder und siegte. Er kam mit 4 Zählern auf den 22. Rang.
Kevin-Morris Wigand startete gut mit 2/3, nach 2 Niederlagen holte er 2,5/3, wobei er einen halben Punkt durch ein Patt vergab. In der letzten Runde verlor er zwar, doch 4,5 Punkte bedeuteten 50% und Platz 16.
Lukas Kammel spielte sein erstes Turnier überhaupt. Er war entsprechend nervös und verlor die ersten beiden Partien. Dann gewann er jedoch dreimal in Folge. In den letzten vier Runden folgten zwei weitere Punkte, so dass er mit 5 Zählern gleich beim ersten Turnier die 50%-Marke knackte und bester Brackweder seiner Altersklasse auf dem 14. Rang wurde!
Mit 7 Brackwedern waren wir in dem 42 SpielerInnen umfassenden Feld der U12 vertreten:
Jan-Christoph Steinberg spielte bei seinem ersten Turnier überhaupt noch zu schnell und gewann leider nur eine Partie, womit er Platz 41 belegte.
Jannik Beninde spielte auch sein erstes Turnier. Er teilte sich seine Punkte sehr regelmäßig ein und gewann in der 3., 6. und 9. Runde. Mit guten drei Zählern kam er auf Rang 38.
Christian Meier gewann die erste Partie, doch dann folgten vier Verluste in Folge. In den letzten vier Partien kam Christian zu 2 weiteren Punkten und belegte somit Platz 35.
Marko Steinbrück verlor die ersten drei Spiele, legte dann einen Zwischenspurt mit 3,5/4 ein, doch die letzten beiden Partien verlor er wieder. 3,5 Punkt bedeuteten für ihn Platz 33.
Lukas Klein spielte das erste Turnier für Brackwede. Er verteilte seine Punkte recht gleichmäßig und kam insgesamt auf 4 Zähler. Damit belegte er den guten 30. Rang.
Friedrich Strothmann spielte sein erstes Schachturnier überhaupt. Nach einem Auftaktsieg folgten zwei Niederlagen, an die sich zwei Siege anschlossen. Nach zwei Niederlagen und einem Sieg vergab Friedrich in der letzten Runde durch ein Patt seine Siegchancen. Dennoch sind 4,5 Zähler eine tolle Leistung für ihn, ebenso wie der 22. Platz - gleich beim ersten Turnier die 50%-Marke geknackt.
Niklas Zegula spielte nach einem Sieg zu beginn zu unaufmerksam und verlor zweimal. Dann siegte er dreimal in Folge, zum Teil durch sehr kreatives Spiel. In den letzten drei Runden hatte Niklas sehr starke Gegner, umso beachtlicher, dass er dabei einen Punkt erzielen konnte. Mit 5 Punkten wurde Niklas bester Brackweder in seiner Altersklasse, er belegte Platz 16.
In der U14 gab es keine Brackweder Spieler, in der gemischten U16/U18 dafür zwei unter den insgesamt 22:
David Brinkmann spielte zum Teil sehr ansprechend, manchmal fehlte noch etwas die Routine. In den ersten vier Runden lief bei ihm nicht viel zusammen, dann berappelte er sich aber, insgesamt erzielte er gute drei Zähler und belegte den 20. Platz.
Max Willenberg spielte meisten sehr überzeugend. Leider verlor er überflüssigerweise zwei Partien, ein weiterer halber Punktverlust ging in Ordnung. Max kam auf insgesamt 6,5 Zähler und den 3. Rang im Gesamtklassement. Da beide Spieler vor ihm in der U16 antraten, gewann Max sogar die U18!
Insgesamt kann man mit dem Abschneiden durchaus zufrieden sein. Es sollte nicht vergessen werden, dass nur drei Spieler schon länger als ein Jahr dem Verein angehören. Für viele war es das erste oder eines der ersten Turniere. Insofern sind die Ergebnisse, die fast alle um die 50%-Marke schwanken, eine tolle Leistung!
Anstelle der schnell überholten Ergebnistabellen sei hier auf die offiziellen Webseiten des Bezirks und des Verbandes verwiesen:
- Bielefelder Schachbezirk: members.tripod.de/schachbezirk_bi/
- Schachverbald OWL: www.schachverband-owl.de
Vereinszeitung Dezember 2001
Liebe Schachfreunde,
pünktlich zu den Feiertagen erreicht Sie diese randvolle aktuelle Ausgabe unserer Vereinszeitung. Neben vielen Berichten zum Schachgeschehen in unserem Verein möchte ich diesmal besonders auf den sehr informativen Internet-Bericht hinweisen, der wirklich zur Nachahmung anregen soll: Vielleicht haben Sie weitere gute Tipps zu Schachadressen im Internet? Bitte beachten Sie auch besonders das Angebot zu einer Trainingsreihe (letzte Seite), mit der wir im Januar nächsten Jahres starten wollen!

Inhalt dieser Zeitung:
- Berichte von unseren Mannschaften,,
- _Berichte vom Jugendschach,
- Kurzmeldungen von Vorstand und Bezirk,
- 2 Berichte von den Blitzmannschaftsmeisterschaften,
- Ulric Thiedes Streifzug durchs Internet,
- DAS Trainingsangebot für Mannschaftsspieler,
- Eine Gewinn(?)-Stellung aus der Vereinsmeisterschaft
Der gesamte Vorstand wünscht Ihnen schöne Weihnachtsfeiertage und alles Gute für das Jahr 2002.J.P.
Berichte von unseren Mannschaften
1. Mannschaft: Viel Glück in Runde 3 und ein weiteres 4-4 in Runde 4
Von Dirk Husemann
Im 3. Saisonspiel hatten wir unseren ersten Heimkampf, gegen Enger/Spenge II. Nachdem wir in den letzten beiden Jahren jeweils gute Möglichkeiten hatten und dann doch nur zu einem 4-4 kamen, wurde diesmal stark auf einen Sieg gehofft. Doch irgendwie lief nur sehr wenig zusammen, trotz unserer Favoritenrolle hatten wir an kaum einem Brett die besseren Karten und schlussendlich konnten wir mit dem 4-4 hochzufrieden sein, wir hatten dabei noch eine ganze Menge Glück.
Brett 3: Detlef Kirwald kam recht ansehnlich aus der Eröffnung, aber dann verlor er kurzfristig etwas den Faden. In etwas schlechterer Stellung akzeptierte er das gegnerische Remisangebot.
Brett 1: Johannes Orth stand zwar eine Kleinigkeit passiver, hatte die Stellung allerdings immer im Griff. Die kleinen positionellen Vorteile auf seiner Seite waren im Endspiel dann aber doch nicht zu verwerten.
Brett 2: Ralf-Günter Hoffmann nahm den gegnerischen Gambitbauern, hatte dafür dann aber eine schwierige Verteidigungsstellung. Lange Zeit schien es, als wenn sich Ralf-Günter umsichtig verteidigen könnte, doch in beiderseitiger Zeitnot unterlief ihm ein Fehler, der wenige Züge später zum Verlust führte.
Brett 5: Franz Kirwald stand im frühen Mittelspiel durchaus aussichtsreich, doch er fand leider nicht die beste Fortsetzung. Schließlich bekam sein Gegner sehr gute Gewinnchancen, die er allerdings nicht nutzen konnte. Franz schaffte es mit Glück, in einem remisigen Endspiel zu landen.
Brett 7: ich selbst konnte leichte positionelle Vorteile ansammeln, die ich beim Übergang ins Endspiel in einen Bauerngewinn ummünzen konnte. Im Endspiel trödelte ich dann aber herum, so dass mein Gegner schließlich eine klare Remisfortsetzung hatte, die er aber nicht wahrnahm. Zum Schluss konnte ich durch den glücklichen Sieg den Ausgleich markieren.
Brett 8: Ronald Becker spielte die Eröffnung sehr ordentlich und hatte im Mittelspiel einen Bauern gewonnen. Im späten Mittelspiel kam ihm dieser allerdings wieder abhanden, doch er hatte noch einen Trumpf: den entfernten Freibauern, um den sich sein Gegner im Endspiel kümmern musste. Ronald verwertete den Vorteil geschickt und brachte uns somit erstmalig in Führung.
Brett 4: Stephan Peters hatte eine kritische Stellung auf dem Brett, während er auf dem Damenflügel spielte, konnte sein Gegner den Königsflügel mobil machen. Leider war der gegnerische Angriff stärker, Stephan musste schließlich aufgeben.
Brett 6: Max Willenberg hatte eine optisch sehr schöne Stellung, konnte daraus leider nichts Zählbares herausholen. Schließlich hatte er an einer Stelle sogar großes Glück, als sein Gegner eine gewinnträchtige Fortsetzung ausließ. Beim Übergang ins Endspiel patzte Max einen Bauern ein, doch im Endspiel zeigte er sich dann wieder auf der Höhe und schaffte es, trotz Minusbauern zum Remis abzuwickeln, was zum 4-4 führte.
Fazit: Ein spannender Kampf, in dem wir unserer Favoritenrolle nicht gerecht werden konnten. Wir hatten sehr viel Glück, doch haben wir auch gezeigt, dass wir kämpfen können, der Kampf dauerte über 6 Stunden! Mit 4-2 Punkten liegen wir in der oberen Tabellenhälfte, bevor wir es mit den "dicken Brocken" zu tun bekommen, wären der eine oder andere Mannschaftspunkt mehr allerdings nicht schlecht!
In der 4. Runde kam Brackwede I bei der 2. Mannschaft von Minden 08 zu einem 4-4. Am Ende war sicherlich einiges an Glück mit von der Partie, dennoch hatten wir gute Chancen, den Kampf zu gewinnen.
Brett 6: Max Willenberg behandelte die Eröffnung nicht so toll und stand schon verdächtig, als der Gegner mit einem taktischen Trick einen Bauern gewann. Max überzog nun die Partie und verlor bald.
Brett 2: Ralf-Günter Hoffmann sah sich einem gegnerischen Königsangriff gegenüber, den er recht geschickt abwehren konnte. Gerade, als er in Vorteil kam, schoss er einen Bock und verlor.
Brett 1: Johannes Orth stand etwas merkwürdig und nahm dankend das gegnerische Remisangebot an.
Brett 3: Detlef Kirwald gelang es, mit leichten Vorteilen aus der Eröffnung heraus zu kommen. Diese weitete er zu einem gefährlichen Königsangriff aus, den der Gegner unterschätzte und schließlich aufgab.
Brett 7: ich selbst hatte mich schon fast damit abgefunden, wieder einmal keinen Vorteil aus der Eröffnung geschlagen zu haben, als ich doch noch eine Möglichkeit fand, den gegnerischen König in der Mitte zu bestrafen, indem ich 2 Bauern gewann. Ein gegnerische Einsteller erleichterte die Gewinnführung im Endspiel erheblich.
Brett 4: Stephan Peters stand zwar leicht passiver, aber dennoch solide. Insofern ging hier das Remis in Ordnung.
Brett 5 Franz Kirwald hatte eine nette Stellung mit guten Chancen. Nach der Zeitkontrolle opferte er Dame für Turm, Läufer und Bauer sowie gutes Druckspiel. Doch leider konnte sein Gegner eine Zwischenmattdrohung aufstellen, die Franz übersehen hatte und die die Partie kostete.
Brett 8: Ersatzspieler Matthias Warmuth stand über weite Strecken der Partie passiver. Nach überstandener Zeitnot konnte er seine Stellung befreien. Das Damenendspiel war schwer einzuschätzen, doch das Bauernendspiel, in das der Gegner abgewickelte, erwies sich letzten Endes als verloren.
von Dirk Husemann
Jugendbezirksblitzeinzelmeisterschaft
Diesmal nahmen 5 unserer Spieler teil. Leider wird nur in die Altersklassen U16 und U20 unterteilt, was für uns den Nachteil hatte, dass die jüngeren Spieler mit recht starken Gegnern konfrontiert wurden.
In der U16 wurde bei insgesamt 20 Teilnehmern in 2 Vorgruppen gespielt.
Lukas Kammel erwischte die deutlich schwerere Gruppe. Er konnte 2 Punkte erzielen und belegte damit den 7.-10. Platz. Das Ergebnis ist sicherlich OK.
Lukas Klein landete zusammen mit Henrich Strothmann in der anderen Gruppe mit 1 Punkt auf dem 9.-10. Rang.
Niklas Zegula spielte recht ordentliches Schach und hatte bis zur letzten Runde die Möglichkeit, sich unter den besten drei zu platzieren, um sich für die Endrunde zu qualifizieren. Leider verlor er die letzte Partie, so dass er mit 5 Punkten 4.-5. wurde.
Im B-Finale war dann die Luft raus, er wurde hier mit 1 Zähler 4.-6.
Bei 8 Teilnehmern wurde in der U20 doppelrundig gespielt. Max Willenberg nahm hier als einziger unseres Vereins teil. Max spielte über lange Strecken sehr ordentlich und führte das über weite Strecken an. Zwischenzeitlich war kurz die Luft heraus, was leider genügte, um ihn schlussendlich auf den 2.-3. Platz zurückzudrängen, nur einem halben Punkt hinter dem Bezirksmeister!
Die Ergebnisse sind hier nach meiner Einschätzung als zufriedenstellend zu bewerten. Die Gegner waren zum Teil recht stark und die meisten unserer Jugendlichen befinden sich in der Aufbauphase.
Beim Abbauen halfen Stephan Peters, Max Willenberg, Lukas Kammel und sein Vater, Henrich Strothmann, Lukas Klein und Niklas Zegula - vielen Dank!
Jugendbezirksblitzmannschaftsmeisterschaft
Beim Viererblitzen hatte unsere Mannschaft in dieser Saison das Pech, kurzfristig einen kranken Spieler ersetzen zu müssen. Glücklicherweise erklärte sich Henrich Strothmann bereit, einzuspringen. Die anderen Bretter waren mit Max Willenberg, Janko Winterling und Niklas Zegula besetzt. Da für alle die Altersklasse U20 galt, hatten Niklas und Henrich als U12-Spieler teilweise sehr starke Gegnerschaft. Leider kam unsere Truppe gegen die anderen 5 Mannschaften in dem doppelrundig ausgetragenen Turnier zu keinem Sieg, konnte aber immerhin 7 Unentschieden erzielen. In der Endabrechnung blieb der 5. Platz, 2 Punkte hinter dem 3. Die Einzelbilanzen: Max 6,5/10; Janko 9/10; Niklas 2/10 und Henrich 0/10. Jankos Ergebnis ist sicherlich überragend, er war an seinem Brett der Beste; das von Niklas geht ob der Gegner in Ordnung. Von Max hätte ich etwas mehr erwartet und Henrich hatte auch eine ganze Menge Pech. Insgesamt können wir mit dem Resultat zufrieden sein, es geht hier zunächst darum, junge Spieler in das Geschehen einzubinden und ihnen Spielpraxis zu geben.
Der Dank für das Aufbauen geht an Stephan Peters, Max Willenberg und Niklas Zegula!
U12: Sieg und Remis
Im ersten Spiel wurde Lieme II mit 4-0 abgefertigt.
Brett 1: Niklas Zegula hatte es am leichtesten, da er kampflos gewann.
Brett 4: Henrich Strothmann kam zu einem überfallartigen Mattangriff, in dem er gut die Augen auf hatte und das erstbeste Matt ausnutzte.
Brett 3: Steffen Bentrup agierte gewohnt souverän. Früh gewann er die gegnerische Dame und konnte auch bald darauf Matt setzen.
Brett 2: Kevin-Morris Wigand kämpfte lange in einem Turmendspiel, indem der Gegner lange Zeit klare Gewinnmöglichkeiten ausließ. Zum Schluss konnte Kevin den Spieß umdrehen und selbst gewinnen.
In der zweiten Partie gab es ein aus unserer Sicht ziemlich glückliches 2-2 Unentschieden gegen Lieme I.
Brett 1: Niklas Zegula patze frühzeitig seine Dame ein, danach war nichts mehr zu reißen.
Brett 2: Kevin-Morris Wigand gewann noch in der Eröffnung eine gegnerische Figur. Nachdem er zunächst eine gegnerische Mattdrohung abgewehrt hatte, drohte er selbst Matt, was der Gegner übersah.
Brett 3: Steffen Bentrup hatte im Mittelspiel einen Bauern gewonnen. Das Turmendspiel spielte er zu optimistisch und musste bald seinen eigenen Turm für einen gegnerischen Freibauern hergeben. Der Gegner gab jedoch völlig überraschend auf, als Steffen mit einem Bauern die vorletzte Reihe erreichte - Die Partie stand eigentlich auf des Messers Schneide, da Steffens Gegner hier auch seinen Turm hätte geben müssen.
Brett 4: Henrich Strothmann spielte in der Eröffnung zu schnell und unkonzentriert, was in der Summe eine Qualität kostete. Leider ließ sich sein Gegner nicht mehr die Butter vom Brot nehmen.
U16: Gegen Horn Bad-Meinberg 2-2
Im letzten Spiel vor der Winterpause kam unsere U16-Mannschaft zu einem 2-2 Unentscheiden gegen Horn-Bad Meinberg. Damit hat die Mannschaft nun 3-3 Punkte und liegt weiterhin auf einem guten Mittelfeldplatz. Es wäre sogar noch mehr drin gewesen, doch leider fehlte zum Schluss das Glück.
Brett 3: Florian Pfeiffer ließ seinem Gegner keine Chance und knöpfte ihm eine Figur nach der anderen ab. Im Endspiel gab der Gegner auf. Eine sehr souveräne Vorstellung von Florian!
Brett 1: Tim Kamphausen bekam trotz einer Minusqualität gutes Spiel. Leider fand er nicht die beste Fortsetzung, verlor die Dame und damit auch die Partie.
Brett 4: Jannik Beninde spielte sehr überzeugend. Er gewann frühzeitig eine Figur und ließ danach nichts mehr anbrennen. Besonders beeindruckend finde ich, dass sich Jannik immer sehr viel Zeit nimmt und nicht - wie die meisten Jugendlichen seines Alters - anfängt, zu schnell zu spielen und dann noch die Partie wegzugeben. Zum krönenden Abschluss setzte er seinen Gegner dreizügig Matt!
Brett 2: Niklas Zegula beherrschte seinen Gegner bereits frühzeitig und hatte schließlich eine Figur und 4 Bauern mehr. Leider unterschätzte er die gegnerischen Drohungen und wurde plötzlich matt gesetzt.
Dennoch können wir gut mit dem Ergebnis leben, da Horn-Bad Meinberg bisher vor uns in der Tabelle lag.
Grand-Prix-Wertung der Schachjugend Bielefeld
Die drei Jugendturniere in Friedrichsdorf-Senne, Rheda und Brackwede wurden in diesem Jahr erstmalig zur Grand-Prix-Wertung zusammengefasst.
In den Altersklassen U10, U12, U14, U16, U18 wurden die Brettpunkte zusammengezählt und die besten Spieler konnten sich hier über Pokale freuen.
Einer dieser Pokale ging auch nach Brackwede:Max Willenberg war in der U18 ziemlich konkurrenzlos und gewann mit deutlichem Vorsprung.
Zwei weitere Spieler unseres Vereins konnten in ihrer Altersklasse in der Gesamtwertung jeweils den dritten Platz belegen, was ich für ein sehr beachtliches Ergebnis halte: In der U10 Steffen Bentrup und in der U12 Niklas Zegula.
Diese Erfolge lassen für die Zukunft hoffen...
Kurzmeldungen des Vorstandes und aus dem Bezirk
- Auch dieses Jahr soll wieder das Sylvesterscherzblitz-Turnier ausgetragen werden. Und zwar am Donnerstag, den 27.12.2001 ab 19:30. Vielleicht die letzte Chance, in diesem Jahr (nicht ganz ernst) Schach zu spielen. (Ach ja, nochmals zur Erinnerung: der Gewinner des letzten Jahres sollte einen Preis für das diesjährige Turnier stiften!)
- Am 06. Januar 2002 sind alle Vereinsmitglieder herzlich eingeladen, den "Doppel-Mannschaftskampf" unserer ersten und zweiten Mannschaft in der Rudolf-Rempel-Schule ab 10:00 Uhr zu besuchen. Die Zweite spielt den vorent-scheidenden Kampf gegen den Tabellenführer vom Möhnesee, die erste muss gegen die sehr starken Bielefelder antreten.
- Am 7. Februar 2002, um 19.00 Uhr, möchte Präsident Ulric Thiede allen interessierten Schachfreunden das "Chinesische Schach - XiangXi" vorstellen und praktisch demonstrieren. (weitere Infos im Internet Bericht, s.u.)
- HelferInnen gesucht! - Am 16. Februar 2002 werden wir zum 2. Mal den Brackweder Schulschachpokal austragen, hoffentlich mit etwas mehr TeilnehmerInnen als in diesem Jahr. Das Turnier soll uns an den Schulen bekannt machen und vielleicht neue Mitglieder werben. Besonders wichtig wäre es, möglichst viele engagierte HelferInnen zu haben. Wer Zeit und Lust hat, melde sich bitte bei Dirk Husemann.
Viererblitzen: Brackwede für NRW qualifiziert!
Von den Bezirksmeisterschaften berichtet Dirk HusemannNach Jahren des Scheiterns schaffte es unsere Viererblitzmannschaft endlich wieder einmal, sich für die Verbandsmeisterschaften zu qualifizieren. Als Ausrichter konnten wir wieder drei Mannschaften stellen, wovon wir auch - wie im Vorjahr - Gebrauch machten. Insgesamt traten 11 Teams an.
Brackwede III startete mit Stephan Peters (2/10), Ralf-Günter Hoffmann (3/10), Detlef Kirwald (4/10) und Franz Kirwald (1,5/10). Diese Brettpunkte wurden so verteilt, dass es zu drei Unentschieden reichte. Mit 3-17 Mannschaftspunkten war nicht mehr als der 10. Platz möglich.
Brackwede II trat mit Sascha Pollmann (5/10), Daniel Johnen (4,5/10), Karsten Schimmer (5,5/10) und Max Willenberg (2,5/10) an. Während die letzten drei Teams besiegt wurden, sprang gegen die vorderen Mannschaften nur ein Unentschieden heraus, wobei allerdings auch einige knappe Niederlagen zu verzeichnen waren. 7-13 Mannschaftspunkte bedeuteten den 8. Rang.
Brackwede I spielte mit Grischa Bluhm (9,5/10 !), Axel Fehr (7/10), Gunther Stephan (6/10) und mir selbst (6/10). Wir kassierten zwei überflüssige Niederlagen gegen Ennigerloh-Oelde und Gütersloh, hatten aber in allen übrigen Begegnungen die Nase vorn. Mit 16-4 Punkten kamen wir schließlich auf dem 2. Platz knapp hinter Ennigerloh-Oelde ein, sogar mit besserem Brettpunkteverhältnis. Garant für diese tolle Leistung war insbesondere Grischa, der am ersten Brett dominierte, aber auch das Score von Axel kann sich sicherlich sehen lassen. Die letzten beiden Bretter müssen vor den OWL-Meisterschaften noch etwas üben, dann könnte auch da etwas drin sein...
Neben Ennigerloh-Oelde und unserer Truppe qualifizierten sich auch noch Gütersloh und sehr überraschend Verl. Es spricht für die hohe Qualität des Feldes, dass solch namhafte Mannschaften wie Wiedenbrück, Heepen oder BSK auf den Rängen 5-7 landeten.
Maßgeblich am Auf- und Abbau beteiligt waren Stephan Peters, Gunther Stephan und Max Willenberg. Dafür vielen Dank und vielleicht fassen beim nächsten Mal auch noch mehr mit an?
Von den OWL-Meisterschaften in Bad Salzuflen berichtet Gunther StephanNachdem sich der Brackweder Schachklub mit den Spielern Grischa Bluhm, Dr. Axel Fehr, Gunther Stephan und Dirk Husemann durch einen hervorragenden 2. Platz auf Bezirksebene für dieses Turnier qualifizierte, waren die Voraussetzungen für eine gute Platzierung für die OWL Viererblitzmeisterschaft gegeben, - zum einen: durch Verhinderung wegen terminlicher Überschneidungen seitens Dirk Husemann und dann aber durch Zugang des neuen Vereinsmitgliedes Werner Malcher.
Leider musste aus dringenden privaten Gründen unser guter Blitzer Axel kurzfristig am Wettkampftag noch absagen. Für das schnelle Einspringen als Ersatz möchte ich hier Ralf-Günther Hoffmann und Karsten Schimmer noch besonders hervorheben.
Turnierergebnis:
- Detmold 23:5,
- Herford 21:7(39),
- Brackwede 21:7(37),
- Lippstadt 20:8
Einzelergebnisse:
Grischa 9,5/14; Werner 11/14, Gunther 10/14, Ralf-Günther 1,5/5, Karsten 5/9.
Nach sehr langer Zeit hat sich der Brackweder Schachklub von 1924 durch diese glänzenden Einzelergebnisse für die NRW-Viererblitzmeisterschaft mit einem 3. Platz von 15 an den Start gegangenen Mannschaften qualifiziert!
Meine Erfahrungen mit Schach im Internet
von Ulric Thiede
Jeder sucht, was er so braucht. Bei mir ist es einfach: ich suche Webseiten (kurz: URLs) mit kommentierten Partienanalysen oder Schachlektionen, die ich nicht am Bildschirm, sondern zu Hause gedruckt als Text am großen Brett lesen und nachspielen kann. Anders kann ich einfach nichts gedanklich fest abspeichern, dass ich es auch wieder abrufen kann. Daher schaue ich stets nur kurz auf den Bildschirm und geben den Druckbefehl. Im Internet kommt man nicht weit ohne Englisch-Kenntnisse, wobei allerdings Schul-Englisch allemal reicht, da die meisten Schachtexte ohnehin simpel nach Wortschatz und Satzbau sind. Ich will aber das Netz nicht nur nutzen, um meine DWZ auf ungeahnte Höhen zu bringen, sondern vor allem E-Mail-Schach spielen und damit Spaß haben.
In der näheren Umgebung ist die URL der Schachgemeinschaft Senne-Friedrichsdorf meine Lieblingsseite. Dort findet man den "Matterialisten" ,eine der anspruchsvollen und lehrreichen Online-Vereinszeitschriften für normalbegabte Schachfreunde wie mich. Nur hier finde ich die sehr intelligent, verständlich und ausführlich kommentierten Partien der Basis von Mannschaftsspielern zwischen 1600 und 1800 DWZ. Es bringt mir nämlich mehr, solche Partien kommentiert zu studieren, die die dortigen Schachfreunde auf Offenen Wettspielen oder in Mannschaftskämpfen spielten, als Kasparows Glanztaten zu verfolgen. Zu loben ist der Chefredakteur Jens Schulte, der ausgesprochen natürlich und lebhaft zu schreiben weiß. Auf unserer Homepage findest du den Link dorthin.
Die wenigsten deutschen Webseiten sprechen mich an, da sie im internationalen Maßstab zu wenig bieten, wobei Ausnahmen wie stets die Regel bestätigen. Zu den Ausnahmen zählt www.chessgate.de, wo GM Artur Jussupow und Kollegen ausgezeichneten Material zum Üben wie an Partieanalysen anbieten. Ein Leckerbissen der Extraklasse ist die Webseite www.koenig-plauen.de . Der schachhistorisch interessierte Schachfreund findet einmalig gute Beiträge zur Schachgeschichte wie etwa von Sam Sloan zum Ursprung des Schachs, der so spannend wie überzeugend darlegt, dass Schach nicht in Indien, wie wir es von der e berühmten Fabel her kennen, sondern in China entstanden ist, präziser gesagt, die Urform des Spiels, das wir als indisches Chaturanga , europäisches Schach oder chinesisches XiangXi kennen, ist in China nahezu tausend Jahre früher nachweisbar als die ältesten indischen Zeugnisse über Chaturanga aus dem 6. Jahrhundert n.Chr.
Meine Lieblingsseite ist ganz eindeutig www.chesscafe.com, in die jetzt die ebenfalls starke Webseite www.InsideChess.com von Yasser Seirawan eingegangen ist. Durch Zufall fand ich beim Stöbern in einen ausgezeichneten Bericht von GM Minev über "Tactics in the Benoni" eine Fernpartie aus 1967 unseres Vereinsmitgliedes Franz Kirwald, der mit Weiß früh den Bauern f4 vorstößt und mit den daraus folgenden tückischen Benoni-Taktikwendungen die schwarze Festung stürmt. Wer mit Schwarz Benoni" wählt, der muß diese taktischen Tricks einfach kennen, wenn er die Zeitkontrolle noch erreichen will. Das Besondere an chesscafe sind wöchentlich neue Beiträge ihrer Kolumnisten, von denen ich den Endspiel-Experten GM Lutz und den Strategen GM Dworetzki besonders schätze. Das Angebot von chesscafe ist so umfangreich, vom Fotoarchiv bis zu den elektronischen Bibliothek chesscafereader, dass der Besucher sich selbst davon überzeugen sollte.
Nach dem ernsten Fortbildungsaspekt kommt der Spaßfaktor: wo ich gut mit netten Leuten E Mail Schach spielen kann, das ist bei www.PlayChess.de und bei www.ItsYourTurn.com.
Hier wird nur Englisch gesprochen, auch wenn bei der deutschen PlayChess unsere Landmänner und- frauen stark vertreten sind. Man kann in passablem Rahmen umsonst mitspielen, aber lohnender ist die Mitglied, weil man unbeschränkt spielen kann und auch Nebenleistungen angeboten bekommt. Bei IYT kostet das Halbjahr 12 USD, bei PlayChess das ganze Jahr 20 USD (daneben gibt es genug Membership-Varianten. Beide Dienste durchbrechen damit das Prinzip der kostenfreien Netznutzung, aber der Erfolg scheint ihnen Recht zu geben. Wer eine gute Leistung anbietet, muss auch eine Vergütung fordern, sonst ist die Sache nichts wert, wussten schon die alten Römer.
PlayChess bietet nur Schach: In der HCL-Liga muss man ohne, in der ACL-Liga darf man mit Computer-Hilfe spielen. Schummeln im Netz ist nicht neu und jeder muss es selbst mit sich ausmachen, ob er ehrlich spielen oder (sich und andere) betrügen will. IYT bietet nicht nur Schach, sondern auch andere schöne Spiele wie Backgammon oder Checkers, aber der Clou ist ohne Frage, dass Du eine Vielzahl von Schachvarianten spielen kannst, wobei meine jüngste Leidenschaft dem Chinesischen Schach, dem XiangXi (gesprochen etwa Tschiangtschi) gilt. Ich will nur soviel sagen, dass gut 100 Millionen XiangXi-Spieler in Ost- und Südostasien nicht irren können, wenn sie dieses Spiel lieben. Es erinnert an Schach, spielt sich aber anders, nicht auf Feldern, sondern auf den Schnittpunkten, mit Steinen, die uns total unbekannt sind wie der Kanone, die wie ein Turm zieht, aber nur über den von einem Stein gebildeten Schild schlagen kann, der König, der mit seinen Leibwächtern nicht den 3x3-Punkte großen Palast verlassen darf, und dass Patt kein remis ist, sondern die pattgesetzte Partei verliert, und vieles vieles mehr. Statt viel zu schreiben will ich mich einfach trauen, Euch am Vereinsabend vom 7. Februar 2002 ,19.00 Uhr für etwa 20 - 30 Minuten diese faszinierende Variante vorzustellen und praktisch zu demonstrieren. XiangXi wird auch von Weltklasse-Schachspielern ernstgenommen, wie das Beispiel von . GM Robert Hübner zeigt, der bei einem XiangXi-Turnier der Weltklasse in China teilnahm und dort den 6. Platz unter den nahezu 100 XiangXi-GMs belegte. Das mag die nörgelnden Zweifler nicht beruhigen, die von Schach-Varianten eh nichts halten und nur Kinderkram darin sehen wollen. XiangXi findet aber auch zunehmend in Nordamerika und Europa großes Interesse. Kein Wunder, es macht Spaß und fordert Dich dennoch, wobei es weniger auf Theorie, sondern auf die Spielerfahrung anzukommen scheint. Wen es nicht stört, zunächst mit anfängerhaften Fehlern zu verlieren, der wird bald Freude am XiangXi haben.
(Anm:. Alle in diesem Bericht angegebenen Web-Adressen werden in kurzer Zeit in die Web-Seite "Links" auf unserer Homepage www.brackwederschachklub.de eingetragen und sind somit einfach zu erreichen.)
DAS Angebot für Mannschaftsspieler: Schachtraining mit FM G. Bluhm
von Ulric Thiede
Vor Jahren hatten wir das Glück, für unsere Mannschaftsspieler ein Schachtraining mit IM R. Baumhus anbieten zu können. Für die Spieler der 1. und 2. Mannschaften kann ich nicht abschätzen, aber ich denke, dass die Spieler der 3. und 4. Mannschaft eindeutig von dem Angebot profitiert haben und auch gerne mitgemacht haben.
Nun haben wir den Glücksfall, dass unser Vereinsmitglied Fide Meister G. Bluhm sich freundlicherweise bereit findet, wiederum die Mannschaftsspieler zu trainieren. Das Training wird ab dem
14. Januar 2002, 19.35 Uhr bis 21.00 Uhr im Vereinslokal
jeweils 14-tägig stattfinden, und zwar bis Ende April, also 8 Abende lang.. Da unser Verein (wenigstens die psychologisch starken Funktionäre) weiß, wie wichtig ein gutes Schachtraining für das seelische Wohlbefinden und zugleich die schachliche Entwicklung von Mannschaftsspielern ist, beschränkt er sich auf eine rein symbolische Vergütung von nur DM 30,00/Euro 15,00/Spieler. Den stattlichen Restbetrag der Entlohnung unseres FM-Trainers wird der Verein zuschießen. Ein großzügigeres und ehrlicheres Angebot werden unsere Mannschaftsspieler nirgends finden. Daher erwarte ich mir auch eine starke bis exzellente Beteiligung aus der 3. und der 4. Mannschaft, die durch etliche Spieler der 1. und 2. Mannschaft noch verbessert werden dürfte.
Der Gegenstand des Trainings wird natürlich allein von FM G. Bluhm bestimmt, doch war es mir vergönnt, ihm einiges zu entlocken. Er wird in den Mittelpunkt die Probleme von Bauernstrukturen stellen, was mein schlichter Schachverstand so versteht, dass der Spieler wissen muss, welche Bauernstrukturen aus welchen Eröffnungen zu erwarten sind und wie sie den typischen Spielplan für Weiß oder Schwarz bedingen oder erleichtern. Daneben werden wir sicherlich auch, aber nicht schwergewichtig, auf technisches Wissen gestoßen, aber nicht ein reines Eröffnungs- oder Endspieltraining.
Kurz der schachliche Werdegang von FM G. Bluhm: 1985: Deutscher-B-Jugend-Meister: vor Stangl und Rabiega.( Sieg gegen Rabiega) - 1986: 3. Platz bei den Internationalen französischen Jugendmeisterschaften: vor Lautier, Koch, Apicella (Sieg gegen Lautier). - 1987: 2. Platz bei Deutscher A - Jugend-Meisterschaft; hinter Lutz, vor Rabiega. - 1988: Biel- Masters mit 7 aus 11 und anschließenden 2335 Elo in der NRW-Liga 1. Brett für BSK. - 1989: IM-Turnier in Ungarn, geteilter Sieg mit Palkövi und Sanchez-Almeyra - IM-Norm erzielt mit anschließenden 2380 ELO (bisher beste Wertung) ; 2. Bundesliga: 3. Brett für Enger-Spenge - 1990: IM-Turnier in Slowenien mit Mittelplatz; 2. Bundesliga: 3. Brett für Enger-Spenge; Open Bad Pyrmont: geteilter 2. Platz hinter IM Grünberg - 1991: 2.Bundesliga - 1992: NRW-Liga - 1993: 3. Brett für Enger-Spenge. und Ernennung zum FIDE-Meister (kurz: FM); Zwei 1. Plätze in Twistesee und Herford; anschließend einige Top-Ten-Plätze bei Schnellturnieren. Seit 1993 bei 2295 ELO.
Also kurz zusammengefasst: das Training mit FM Bluhm wird ein Highlight im Neuen Jahr 2002 für die Brackweder Mannschaftsspieler, wobei Ungeduldige nicht glauben dürfen, es würde ihnen leichtgemacht. Sehr aktives Mitarbeiten wird schon eingefordert, aber das ist normal für einen Mannschaftsspieler der weiß, dass einem nichts geschenkt wird, sondern er sich alles selbst erarbeiten muss. Nur mit Hilfe geht es leichter, und der Ertrag ist größer!
Eine Gewinn(?)-Stellung aus der Vereinsmeisterschaft
von Gerhard HochmannIn der A-Klasse wurde am 15.11.2001 in der Partie Karl-Heinz Neumann gegen Gerhard Hochmann folgende Stellung erreicht:

Ich hatte Schwarz und wollte jetzt im 62. Zug den Bauern schlagen und sah plötzlich, dass der weiße König nach c2 kommt und ein Gewinnweg nicht zu sehen ist. Fritzt 6 "sieht" in dieser Stellung Schwarz mit 4,44 Bauerneinheiten im Vorteil. Auch nach längerem Rechnen des Computers sieht sich Schwarz immer noch im Vorteil, ohne jedoch den Bauern auf a2 sofort zu schlagen. Frage an die Schachfreunde und Schachexperten:
Ist dieses Endspiel gewonnen? Wenn ja, Wie?
Anmerkung: Karl-Heinz Neumann machte im 84. Zug einen Fehler, so dass ich mit meinem König das Feld h4 besetzen und im 98. Zug leicht gewinnen konnte.


