Brackweder Schachklub von 1924

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Vereinszeitung Februar 2003

Liebe Schachfreunde,

in den kommenden Wochen stehen viele Entscheidungen an: Die Vereinsmeisterschaft geht in die letzten Runden, für die erste und zweite Mannschaft geht es an den nächsten Spieltagen um die Wahrung der Aufstiegschancen. Mit dem - auch beim Schach - notwendigen Quäntchen Glück ist hier noch alles drin. Ende März startet wieder die Stadtmeisterschaft, bitte beachten Sie besonders die Ausschreibung.

Inhalt dieser Zeitung:

  • Zwei Terminänderungen,
  • Berichte von unseren Mannschaften,
  • Berichte vom Jugendschach,
  • Kurzmeldungen von Vorstand und Bezirk,
  • Zwischenstand der Vereinsmeisterschaft,
  • Die Einladung zur Brackweder Stadtmeisterschaft 2003.

Viele spannende, interessante und erfolgreiche Partien, auch in 2003, wünscht Ihnen und Euch J.P.


Zwei Terminänderungen, wir bitten um Beachtung:

  • Vereinsmeisterschaft: Die 17. und letzte Runde wird aufgrund der zahlreichen Nachholpartien eine Woche später ausgetragen, und zwar am 13.03. Bis dahin sollten alle Nachholpartien gespielt sein! Bitte sprechen Sie sich ab!
  • Brackwede IV - Herzebrock-Clarholz: Der nächste Mannschaftskampf unserer 4. Mannschaft wird um eine Woche nach hinten verschoben und am 09.03. gemeinsam mit der 2. Mannschaft in der Rudolf-Rempel-Schule ausgetragen.
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Berichte von unseren Mannschaften

2. Mannschaft: Harter Kampf gegen Versmold, weiterer Sieg gegen Lippstadt III

von Dirk Husemann

Die 2. Mannschaft konnte - wenn auch mit Mühe - die weiße Weste verteidigen und Tabellenschlusslicht Versmold nach einem engen Match mit 5-3 nach Hause schicken.

Brett 1: Johannes Orth nahm das gegnerische Gambit an und spielte danach gewohnt umsichtig. Im Mittelspiel musste er leider ein gegnerisches Dauerschach zulassen.

Brett 2: Ralf-Günter Hoffmann kam etwas gedrückt aus der Eröffnung. Den gegnerischen Königsangriff konnte er jedoch ausbremsen, danach war nicht mehr viel los, so dass ein Remis vereinbart wurde.

Brett 3: Martin Lehmann sicherte sich frühzeitig die Herrschaft über die weißen Felder. Der Gegner investierte stattdessen in einen Bauerngewinn 5 Damenzüge, so dass Martin sich der Initiative bemächtigen konnte und zu einem Angriff kam, der schließlich die Partie zu seinen Gunsten entschied.

Brett 6: Ronald Becker kam besser aus der Eröffnung ins Mittelspiel; er konnte diverse Drohungen aufstellen. Der Gegner stellte in Zeitnot eine Figur ein, was Ronald gekonnt zum Sieg ausnutzen konnte.

Brett 8: Matthias Warmuth hatte nach der Eröffnung die gewohnte Beton-Stellung. Als er zwei Bauern opferte, um die Stellung zu öffnen, machte der Gegner einen Fehler und stellte eine Figur ein. Im Endspiel konnte Matthias aufgrund der reduzierten Bauernzahl jedoch leider nichts reißen, so dass hier ein Remis das folgerichtige Ergebnis war.

Brett 7: ich selbst stand nach der Eröffnung ausnahmsweise einmal gut. Nach einem Fehler meines Gegners gewann ich einen Bauern und konnte eine hübsche Druckstellung aufbauen. Leider fand ich den Gewinnzug nicht, so dass ich schließlich ein Endspiel mit Turm und 2 Bauern gegen Läufer und Springer auf dem Brett hatte. Der eine Freibauer war allerdings so schnell, dass er meinen Gegner den Läufer und die Partie kostete.

Brett 4: Max Willenberg stand deutlich besser, doch leider fand er den Gewinnweg nicht. Die Stellung wurde immer komplizierter und Max wählte schließlich den Notausgang zum remisverdächtigen Endspiel, was auch der Gegner bald so sah.

Brett 5: Stephan Peters hatte eine ordentliche Stellung auf dem Brett. Nach einer Fehleinschätzung ging der Schuss jedoch nach hinten los und Stephan verlor leider.

Mit 10-0 Punkten sollten wir den Klassenerhalt wohl endgültig gesichert haben und können nun völlig befreit aufspielen.


Auch in der sechsten Runde konnten wir die weiße Weste behalten. Gegen Lippstadt III sah es in den ersten zwei Stunden nicht sonderlich rosig aus, doch dann drehte sich der Kampf:

Brett 2: Ralf-Günter Hoffmann nahm das gegnerische Gambit an. Im Mittelspiel übersah er einen gegnerischen Zug, der letztendlich die Partie kostete.

Brett 3: Martin Lehmann hatte eine komplizierte Stellung auf dem Brett, die allerdings leicht vorteilhaft für ihn erschien. Nachdem sein Gegner es erlaubt hatte, mit dem Turm auf die 2. Reihe einzudringen, war die Partie nicht mehr zu halten. Martins 4. Sieg in Folge brachte uns den Ausgleich.

Brett 4: Norbert Wolf hatte klare optische Vorteile, aber natürlich befand er sich wieder einmal in Zeitnot. Sein Gegner versperrte dem Läufer ein Rückzugsfeld, was Norbert durch geschicktes Manövrieren ausnutzte. Nach Figurengewinn und überstandener Zeitnot gewann Norbert auch in seinem 5. Einsatz und verteidigte die 100%-Azsbeute.

Brett 8: Matthias Warmuth hatte aus der Eröffnung heraus eine nette Druckstellung, bis ins späte Mittelspiel ergab sich allerdings nichts Konkretes. Beim Übergang ins Turmendspiel gewann Matthias einen Bauern, den er dann sicher verwertete.

Brett 5: Max Willenberg stand die gesamt Zeit über etwas besser. Leider lies sich jedoch nichts Greifbares aus der Stellung herausholen. Beim Übergang ins Endspiel verlor Max einen Bauern, da es aber verschiedenfarbige Läufer gab, konnte Max mühelos remisieren.

Brett 7: ich selbst gewann in eigentlich ausgeglichener Stellung durch eine Mattdrohung 2 Bauern. Im weiteren Verlauf gewann ich insgesamt noch drei Bauern, kurz vor der Umwandlung eines Bauern gab mein Gegner auf.

Brett 1: Johannes Orth nahm einen gegnerischen Bauern weg, danach wehrte er sehr umsichtig alle gegnerischen Drohungen ab. Beim Übergang ins Endspiel opferte Johannes die Qualität für einen weiteren Bauern, leider verpasste er dann den Gewinnzug, hielt allerdings mühelos remis.

Brett 6: Ronald Becker musste sich mit einer etwas merkwürdigen Stellung herumschlagen. Sein Gegner verteidigte Ronalds geopferten Bauern konsequent, Ronald konnte leider nicht das erhoffte Gegenspiel dafür bekommen. In gegnerischer Zeitnot opferte Ronald eine Figur, doch sein Angriff zeigte nicht die erhoffte Wirkung. Kurz vor dem eigenen Matt gab Ronald auf.

Schon jetzt haben wir das Saisonziel Klassenerhalt deutlich erreicht und können beruhigt in das letzte Saisondrittel gehen.

Brackwede IV punktet in Wadersloh

von Jens Placke

Ein enger Kampf bei den Schachfreunden aus Wadersloh-Diestedde endete schließlich 4:4.

Es gewannen Dieter Ehrke und Florian Marquardt; Remisen kamen durch Michael Böhling, Helmut Huber, Dr.Wolfgang Jung und Bernward Deneke zustande. Jens Placke und Lukas Klein mussten ihre Partien verloren geben.

Zwischendurch war auch noch der Mannschaftssieg möglich, das Unentschieden geht aber in Ordnung. Die Mannschaft ist weiterhin im gesicherten Mittelfeld.

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Bericht vom Jugendschach

von Jannik Beninde und Dirk Husemann

U20: Klare Niederlage

Gegen die favorisierte Mannschaft aus Gütersloh wehrten wir uns zwar lange, aber letzten Endes doch vergebens. Da beide Mannschaften auf ihr Mädchen verzichten mussten, wurde an nur 7 Brettern gespielt, schließlich bezogen wir mit 1,5-5,5 eine deutliche Niederlage

Brett 8: Fides Mohr verlor kampflos.

Brett 3: David Brinkmann stand gegen einen starken Gegner nach der Eröffnung bereits schlechter, die Partie war bald darauf verloren.

Brett 7: Steffen Bentrup verlor im frühen Mittelspiel eine Figur, die er durch schönes Druckspiel allerdings wiederbekam. Im Endspiel konnte er jedoch bei 2 Minusbauern nichts mehr ausrichten.

Brett 6: Lukas Klein spielte eine sehr saubere Partie, zunächst schnürte er den Gegner ein, nach einem Damengewinn war auch die Partie bald gewonnen.

Brett 4: Julian Varghese stand zunächst sehr ansprechend. Nachdem er einige gute Chancen ausgelassen hatte, verlor er im Mittelspiel in einer kritischen Variante eine Figur, was schließlich auch die Partie kostete.

Brett 1: Max Willenberg stand von Beginn an kritisch, im Mittelspiel gab er einige Bauern, ohne je die rechte Kompensation dafür zu erlangen. Im Endspiel bedeuteten zwei Minusbauern dann den Partieverlust.

Brett 2: Janko Winterling bot seinem Gegner einen harten Kampf, überwiegend hatte Janko eine etwas schlechtere Position auf dem Brett. Da der Gegner das Turmendspiel nicht in bester Weise behandelte, konnte Janko ein Remis erreichen.

Brett 5: Jannik Beninde verlor in der Eröffnung einen Bauern, zog dann aber ein Druckspiel auf und gewann zwei Bauern, als ich eine Qualität einstellte. Im Endspiel war nach einer Ungenauigkeit nichts mehr zu holen.

Diese Niederlage sollte uns nicht weiter beschäftigen. Die Kämpfe, in denen es für uns um den Klassenerhalt geht, kommen noch.

U16: Mit Sieg in die Zwischenrunde, dort erste Niederlage

Am letzten Spieltag der Vorrunde musste unsere U16 Mannschaft beim Absteiger aus der Verbandsliga Bad Lippspringe antreten. Da auch Bad Lippspringe bisher jedes Match gewonnen hatte, ging es darum, wer Gruppenerster wird, um das Ergebnis gegen die andere Mannschaft mit in die Zwischenrunde nehmen kann, für die sich die ersten beiden Mannschaften jeder Gruppe qualifizieren.

Es entwickelte sich ein nicht allzu spannender Kampf, in dem wir allerdings etwas Glück hatten...

Brett 3: Steffen Bentrup verlor in der Eröffnung einen Bauern und hatte eine schlechte Bauernstruktur. Im Turmendspiel konnte er die Ungenauigkeiten des Gegners ausnutzen, seinen Turm aktivieren und sich einen gefährlichen Freibauern verschaffen. Nach einem weiteren Fehler des Gegners verwandelte Steffen den Bauern und gewann leicht.

Brett 4: Fides Mohr gewann durch eine Springergabel die Dame. Unter Rückgabe des Materials gewann sie im Bauernendspiel leicht.

Brett 2: Lukas Klein hatte eine ausgeglichene Stellung wo noch nichts passiert war. Aus Versehen bot der Gegner ein Remis an, welches Lukas sofort annahm, da damit der Mannschaftskampfsieg gesichert war.

Brett 1: Jannik Beninde stellte in der Eröffnung eine Figur für einen Bauern ein. Nach dem ich Gegenspiel erlangen konnte, bot mein Gegner wegen des verlorenen Mannschaftskampf Remis an, was auch ich annahm.

Nachdem wir damit gegen zwei favorisierte Mannschaften gewinnen konnten, haben wir bei einer weiteren Leistungssteigerung sicherlich auch in der Zwischenrunde eine Chance!


Im 1. Spiel der Zwischenrunde kassierten wir bei Paderborn 2000 II die 1. Niederlage der Saison, die allerdings auch gleich sehr deutlich ausfiel

Brett 3: Steffen Bentrup sagte leider so kurzfristig ab, dass kein Ersatz mehr zu organisieren war und wir 0-1 in Rückstand gerieten.

Brett 4: Lukas Kammel hatte in der Eröffnung bereits Schwierigkeiten. Nach einem gegnerischen Opfer fand er nicht die richtige Fortsetzung und verlor.

Brett 2: Lukas Klein verlor frühzeitig eine Figur, danach war nichts mehr drin.

Brett 1: Jannik Beninde stand optisch stets gut, beim Übergang ins Endspiel erbeutete ich einen Bauern, aber es war nicht mehr als Remis drin.

Um uns für die Endrunde zu qualifizieren, müssen wir nun das nächste Spiel unbedingt gewinnen.

U12 verpasst knapp den Einzug in die Finalrunde

In der letzten Doppelrunde der U12-Verbandsliga in Lieme war für unsere Truppe noch alles drin: Mit zwei Siegen konnten wir uns erstmalig für die Endrunde auf Verbandsebene qualifizieren.

Doch im entscheidenden Kampf gegen Lieme I hatten wir leider nicht das erforderliche Glück, schließlich gab es eine 1,5-2,5 Niederlage. Der zweite Kampf gegen Lieme II wurde allerdings mit 3-1 gewonnen.

Lieme I-Brackwede 2,5-1,5

Brett 1: Steffen Bentrup stand ziemlich ausgeglichen, so dass hier ein Remis vereinbart wurde.

Brett 3: Henrich Strothmann hatte zunächst eine ordentliche Stellung, verlor dann aber den Faden und auch die nach dem Auslassen einiger guter Chancen auch die Partie.

Brett 2: Lukas Kammel gewann frühzeitig einen Bauern, stand aber bald in einer unangenehmen Fesselung, die der Gegner glücklicherweise nicht richtig ausnutzte. Nachdem Lukas eine weitere kritische Stellung mit Glück überstanden hatte, gewann er eine Figur und damit auch die Partie.

Brett 4: Fides Mohr stand nach der Eröffnung glänzend. Eine versteckte Mattdrohung kostete sie die Dame, wonach leider nichts mehr zu machen war.

Brackwede-Lieme II 3-1

Brett 2: Lukas Kammel gewann kampflos.

Brett 3: Henrich Strothmann büßte in der Eröffnung zwei Bauern ein. Nach einem Dameneinsteller war die Partie bald vorbei.

Brett 1: Steffen Bentrup verlor in der Eröffnung eine Figur. Er spielte auf Angriff bei eine geschwächten gegnerischen Königsstellung, wodurch er eine Figur zurück gewann. Er konnte den Angriff fortsetzen und so die Partie mit einem zweizügigen Matt beschließen.

Brett 4: Fides Mohr stellte in der Eröffnung einen Bauern ein. Nachdem sie die gedrückte Stellung befreien konnte, stellte sie eine Falle, in die der Gegner gleich hineintappte und dabei die Dame verlor. Den Rest der Partie spielte Fides souverän herunter.

Insgesamt kamen wir damit auf den 3. Platz in unserer Gruppe, das bisher beste Abschneiden in der Vereinsgeschichte. Insofern sollten wir damit zufrieden sein, wenngleich mit etwas mehr Glück vielleicht auch noch mehr drin gewesen wäre.

Bei den Einzelbilanzen ist an erster Stelle Steffen Bentrup zu erwähnen, der am 1. Brett mit 4,5/5 glänzen konnte. Lukas Kammel erzielte mit 2/2 an Brett 2 zwar ein prozentual besseres Ergebnis, doch bekam er nicht so oft Gegner vorgesetzt.

1. Brackweder Jugendpokal: Spannung bis zum Schluss

Am Ende der letzten Saison "beschwerten" sich einige der Jugendlichen, dass sie zuwenig Turnierpartien mit "langer" Bedenkzeit spielen und regten somit an, ein vereinsinternes Turnier auszutragen. Aufgrund des dichten Spielplans für Jugendliche - dauerhaft sind alle Samstage mit Terminen für U12-, U16- oder U20-Mannschaft belegt - musste das Turnier überwiegend selbstorganisiert und privat durchgeführt werden.

Immerhin fanden sich 6 Jugendliche bereit, doppelrundig gegeneinander anzutreten. Es wurde mit der Bedenkzeit von 2 Stunden für 40 Züge und eine halbe Stunde für den Rest der Partie gespielt.

Zum Turnierverlauf: Durch seinen Sieg über Jannik Beninde in der ersten Runde eroberte sich Lukas Klein die Tabellenführung. Nach der Hinrunde konnte Jannik, der sonst alle Partien gewann, aber aufschließen, da Lukas gegen Steffen Bentrup verlor. Das erneute Aufeinandertreffen von Jannik und Lukas in Runde 6 würde also aller Wahrscheinlichkeit nach die Vorentscheidung bringen. Hier erwies sich Jannik als der etwas Glücklichere. Lukas gewann zwar alle übrigen Partien, da aber Jannik nur ein Remis in der vorletzten Runde abgab, sicherte sich Jannik schließlich den ersten Platz knapp vor Lukas. Auf dem 3. Rang folgte die jüngste Teilnehmerin, Fides Mohr, die zwar gegen die beiden ersten jeweils beide Partien verlor, aber den Rest des Feldes "schruppte" und sich mit deutlichem Vorsprung den 3. Platz sicherte - eine tolle Leistung! In der 2. Tabellenhälfte ging es knapp zu, da jeder jeden schlug. Schließlich wurde Steffen Bentrup 4., mit einem halben Punkt vor Lukas Kammel, der wiederum einen halben Punkt mehr aufwies als Christopher Herbrich. Hier das Ergebnis im Überblick:

  Name 1 2 3 4 5 6 Pkte. Platz
1 Christopher Herbrich X X 0 0 0 0 0 1 0 0 0 1 2,0 6
2 Lukas Klein 1 1 X X 1 1 0 1 1 0 1 1 8,0 2
3 Fides Mohr 1 1 0 0 X X 1 1 0 0 1 1 6,0 3
4 Steffen Bentrup 1 0 1 0 0 0 X X 0 0 1 0 3,0 4
5 Jannik Beninde 1 1 0 1 1 1 1 1 X X 1 = 8,5 1
6 Lukas Kammel 1 0 0 0 0 0 0 1 0 = X X 2,5 5

Ich denke, dass diese gute Idee - vermehrt Turnierpartien gegeneinander zu spielen, um einfach mehr Erfahrungen zu sammeln - im neuen Jahr wieder aufgegriffen wird und dieses Turnier eine Neuauflage erleben wird.

OWL Einzelmeisterschaften der Jugendlichen

In diesem Jahr hatten sich drei unserer Jugendlichen für die Ostwestfalenmeisterschaften qualifiziert.

Fides Mohr war wieder die Jüngste im Teilnehmerinnenfeld der U14w. Sie verlor in der ersten Runde gegen ihr Freundin Johanna Blübaum aus Lemgo. In der 2. Runde folgte ein leichter Sieg. Nach einer spielfreien Runde gab es gegen die Favoritin nach einem Fehler eine Niederlage. In der letzten Runde spielte Fides gegen die bereits als 2. feststehende Spielerin. Fides spielte eine sehr spannende Partie. Zum Schluss stand sie auf Matt, konnte aber mit einem wunderschönen Hinlenkungsopfer den gegnerischen König auf die Grundreihe zwingen, so dass sich ihr Freibauer mit Schachverwandelte. Danach gewann sie leicht. Leider konnte sie sich vom Platz her nicht verbessern, aber immerhin bleib sie nur einen halben Zähler hinter Rang 2. Dabei sollte nicht vergessen werden, dass Fides noch 4 Jahre in dieser Alterklasse antreten darf!

Lukas Kammel hatte in vielen Partien etwas Glück. Wenigstens einmal pro Partie stand er sehr schlecht, doch seine Gegner ließen ihn in den meisten Fällen entkommen. Mit Geschick drehte er dann die Partien, entdeckte ein Mattbild und konnte dieses auch verwirklichen. Somit kam er zu insgesamt 4 Siegen und einem Remis, welches er klugerweise in einer sehr kritischen Stellung angenommen hatte. Nur in den Partien gegen die beiden mit Abstand besten in diesem Turnier konnte Lukas nichts ausrichten und verlor diese beiden Partien relativ klar. Nicht unerwähnt bleiben sollten seine beiden letzten Partien, als er sich jeweils aus einer kritischen Lage in der Eröffnung befreien konnte und sich geschickt wehrte. Nachdem seine Gegner jeweils gepatzt hatten, nutzte Lukas seine Chancen sofort und konnte beide Partien drehen. Zum Abschluss kam ein völlig überraschender 3. Platz heraus, mit dem Lukas nicht gerechnet hatte. Dieser bedeutet die Qualifikation für die NRW-Meisterschaften, eine großartige Leistung.

Jannik Beninde lag nach einem guten Start (allerdings weniger guten Partien) mit 2,5/4 nach 2 Tagen in der Verfolgergruppe. In der 5. Runde spielte Jannik eine sehr schöne Partie, in einer beinahe 5-stündigen Schlacht nahm er seinen Gegner (ein langjähriges Mitglied im Landesleistungsstützpunkt in Herford) sauber positionell auseinander. Danach musste er gegen den Favoriten Manuel Ebert aus Verl antreten. Jannik stand nach wenigen Zügen bereits klar besser, verpasste aber leider einen guten Zug. Nach einigem Mittelspielgeplänkel ergriff Jannik genau zum falschen Zeitpunkt die Initiative, weil er einen schwer zu sehenden Konterzug seines Gegners nicht bemerkt hatte. Da er sich in der Folge nicht richtig verteidigte, verlor er leider. In der letzten Runde musste Jannik gegen den Zweitplatzierten spielen. Er stellte früh eine Figur ein, doch durch seine aktive Figurenaufstellung gewann er diese alsbald zurück. In einer schönen Angriffsstellung vergab er leider die Chance, die Partie zu gewinnen. Nachdem er eine Remis angelehnt hatte und sich seine Vorteile verflüchtigt hatten, baute er einen Fehler ein, der den sofortigen Verlust bedeutete. Damit fiel Jannik leider auf den 7. Platz zurück. Dennoch spielte er ein großartiges Turnier, seine Gegner spielen im Schnitt sicherlich dreimal solange Schach wie er. Vor allen Dingen konnte mich seine tolle kämpferische Einstellung beeindrucken und zur Endtabelle sollte gesagt werde, dass drei vor ihm platzierte Spieler ihre Punkte (wie beim Schweizer system leider üblich) in der unteren Hälfte gesammelt hatten, während Jannik gegen die Stärksten gespielt hatte.

Die Leistungen waren insgesamt sicherlich mehr als zufriedenstellend und wir haben allen Grund, optimistisch in die Zukunft zu blicken, wenn man bedenkt, dass weitere unserer Jugendlichen sich diesmal nicht für die OWL-Meisterschaften qualifizieren konnten.

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Kurzmeldungen des Vorstandes und aus dem Bezirk

  • Gunther Stephan konnte das Silvester-Scherz-Blitzturnier für sich entscheiden. Er gewann mit 7 Punkten aus 9 Partien vor Daniel Johnen (6) und Martin Lehmann (5,5). Frank Bellers (SC Wiedenbrück) überreichte als Vorjahresgewinner den Preis. Insgesamt spielten 10 Schachfreunde das Turnier aus. Das Silvester-Scherz-Blitz-Turnier der Jugendlichen konnte Lukas Klein mit 5,5/6 vor Thorben Prieg (4,5) und Jannik Beninde (4) für sich entscheiden.
  • Alle Brackweder Teilnehmer kamen zu guten Ergebnissen beim traditionellen Alligator-Pokal in Spenge. In der A-Gruppe erreichte Michael Neumann nach einem verpatzten Start (2 Niederlagen in den ersten beiden Runden) noch die 50%- Marke und wurde 19. von 36 Spielern. Stephan Peters erzielte im B-Turnier 4 Zähler und Platz 17 von 57 gestarteten Teilnehmern. Im 52 Spieler umfassenden C-Turnier gab es die beste Brackweder Platzierung zu vermerken: Lukas Klein kam mit 4 Punkten auf den 14. Platz, knapp dahinter Helmut Huber mit ebenfalls 4 Zählern auf Rang 20 und Michael Böhling mit 3,5 Punkten auf Platz 28.
  • Jugendschach: Fides Mohr Kaderspielerin! Die erst neunjährige Fides Mohr wurde in den Kader für den Landesleistungsstützpunkt NRW in Herford aufgenommen. Außerdem wurde sie auch für den Internetstützpunkt bei Landestrainer Bernd Rosen nominiert. Es ist das erste Mal in der Vereinsgeschichte, dass ein Nachwuchstalent zu einem NRW-Kader nominiert wird!
  • In Werther wird vom 11.-13.04.2003 das 9. Schloß-Open ausgetragen. 5 Runden CH-System, A,B,C-Klasse, 4000 EUR Preisfond, Kontakt: Claus Meyer, Bautzener Straße 5, 33619 Bielefeld 0521/911 62 96 (www.schloss-open.skwerther.de.)
  • Nochmaliger Aufruf: HelferInnen gesucht! - Am Sonntag, 16. März 2003 werden wir zum 3. Mal den Brackweder Schulschachpokal austragen, vielleicht mit noch mehr TeilnehmerInnen als im letzten Jahr. Das Turnier soll uns an den Schulen bekannt machen und neue Mitglieder werben. Besonders wichtig wäre es, möglichst viele engagierte HelferInnen zu haben. Wer Zeit und Lust hat, meldet sich bitte bei Dirk Husemann.


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Zwischenstand der Vereinsmeisterschaft

Den aktuellen Stand der Vereinsmeisterschaft finden Sie hier oder über die Rubrik Ergebnisse!

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Die Einladung zur Brackweder Stadtmeisterschaft 2003

7 Runden CH-System, Preisfonds: 500 EUR. Die Ausschreibung im PDF-Format steht hier zum Download bereit!

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